Bodo Mrozek (* 1968 in West-Berlin) ist ein deutscher Historiker und Autor. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Kolleg Kalter Krieg.
Mrozek studierte Geschichte, Literatur- und Politikwissenschaft in West-Berlin und Amsterdam.
Während seines Studiums schrieb er als Journalist für überregionale Tageszeitungen. Er war Pauschalist bei dpa und den Berliner Seiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Feuilleton-Redakteur beim Tagesspiegel und schrieb für Spiegel Online eine Kolumne über Begriffsgeschichte. Größere Bekanntheit erlangte Bodo Mrozeks zweibändiger Bestseller Lexikon der bedrohten Wörter. Darin versammelt er veraltende Wörter und erklärt deren Geschichte pointiert auf teils sprachhistorische, teils feuilletonistische Weise.
Als Historiker arbeitet Mrozek über Themen der Zeitgeschichte und der Kulturgeschichte. Er war Stipendiat der Deutschen Historischen Institute in Washington, London und Paris, am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), der Humboldt-Universität zu Berlin und der Université du Luxembourg. Fellowships und Gastaufenthalte führten ihn an die Universität Versailles, die Columbia University, die University of London (Queen Mary) und die University of Cambridge. Mrozek ist Mitherausgeber einer zweibändigen Popgeschichte. In seiner Forschungsmonographie Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte analysiert er den Wandel von der Kriminalisierung einer internationalisierten Jugendkultur hin zu einer schichten- und altersübergreifenden Popkultur gegen nationalkulturelle Widerstände. Im Sommersemester 2018 vertrat er den Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der populären Musik an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Bodo Mrozek lebt in seiner Heimatstadt Berlin.
Er ist Mitglied der Zentraljury und des wissenschaftlichen Beirats des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten sowie der wissenschaftlichen Beiräte der Zeitschrift Pop. Kultur und Kritik, der Buchreihe Perspectives on Sensory History (Penn State University Press) und des Transdisciplinary Research Center for Popular Music Cultures and Creative Economies (C:POP) der Universität Paderborn. 2017 und 2024/25 gehörte er den wissenschaftlichen Komitees internationaler Konferenzen an der Pariser Sorbonne an. Bei einem Sprachwettbewerb nach dem schönsten bedrohten Wort stand Mrozek 2006 einer Jury vor (mit u. a. den Schriftstellern Jakob Hein und Eva Menasse) und er gehörte 2010 der Jury für den kuriosesten Buchtitel an, der auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wurde. Von 1997 bis 2022 engagierte er sich im Vorstand der Informationsstelle Jugend unterm Hakenkreuz e.V.
als Herausgeber
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mrozek, Bodo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, Autor und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Berlin |