Bohusbanan

Strömstad–Göteborg C
Endstation Strömstad
Endstation Strömstad
Streckenverlauf
Bohusbana
Kursbuchstrecke:130
Streckenlänge:180 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV, 16 2⁄3 Hz ~
Maximale Neigung: 25 ‰
Streckengeschwindigkeit:Bandel 621: Strömstad–(Uddevalla central): 110 km/h
Bandel 624: (Uddevalla central)–(Stenungsund): 140 km/h
Bandel 625: Stenungsund–(Göteborg Kville): 140 km/h
Fähre nach Sandefjord
Haltepunkt / Haltestelle Streckenanfang
180,410 Strömstad (früher Bhf.) 2 m ö.h.
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
178,475 Strömstad gbg
Strecke von linksAbzweig ehemals geradeaus und nach rechts
(ab 2012)
TunnelStrecke (außer Betrieb)
175,041 Skeetunneln (503 m)
StreckeBrücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Vättlandsån (18 m)
Strecke (außer Betrieb)
Europaväg 6 und Vättlandsån (210 m)
Strecke nach linksAbzweig ehemals geradeaus und von rechts
(ab 2012)
Bahnhof
173,369 Skee 4 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
169,439 Varp 13 m ö.h.
Haltepunkt / Haltestelle
163,344 Överby 9 m ö.h.
Blockstelle
158,236 Kragenäs (früher Pers.-Halt)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
153,594 Mjölkeröd
Bahnhof
148,146 Tanum 9 m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
143,643 Orrekläpp 11 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
139,020 Trättelanda
Blockstelle
131,135 Rabbalshede Scheitelpunkt 94 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
128,500 Alnässjön
Haltepunkt / Haltestelle
125,861 Hällevadsholm (früher Bhf.)
Haltepunkt / Haltestelle
119,226 Dingle (früher Bhf.) 42 m.ö.h.
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Lysekilsbanan von Lysekil
ehemaliger Bahnhof
113,267 Smedberg 38 m ö.h.
StreckeStrecke
Munkedals Järnväg von Munkedals övre
Abzweig geradeaus und von linksAbzweig ehemals geradeaus und nach rechts
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
109,465 Munkedal 23 m ö.h.
StreckeKopfbahnhof Strecke bis hier außer Betrieb
3,1 Munkedals nedre (Schmalspur)
StreckeHaltepunkt / Haltestelle
Åtorp
Strecke von linksKreuzung geradeaus untenStrecke nach rechts
StreckeStrecke
Munkedals Järnväg nach Munkedals hamn
Brücke über Wasserlauf
Örekilsälven
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
105,710 Saltkällan 27 m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
100,875 Hogstorp
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
96,360 Torsberg
Tunnel
Norra Kärratunneln (89 m)
Tunnel
Södra Kärratunneln (199 m)
Tunnel
Sörvikstunneln (266 m)
Grenze
Ende der hindernisfreien Gleisanlagen
Abzweig geradeaus und von rechts
Hafenanschlüsse
Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb)
Bahnstrecke Uddevalla hamn–Färgelanda
Bahnhof
88,485 Uddevalla C 7 m ö.h.
Abzweig geradeaus und nach links
Älvsborgsbanan nach Öxnered/Herrljunga
Tunnel
Södra Kålgårdsbergstunneln (167 m)
Haltepunkt / Haltestelle
87,087 Uddevalla Östra (bis 1961 Östertull)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
86,800 Östertull (Schienenbushalt – hpr)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Bäveån
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Tändsticksfabrik
Tunnel
Norra Vadbacketunneln (33 m)
Tunnel
Södra Vadbacketunneln (41 m)
Tunnel
Skeppsvikstunneln (448 m)
Tunnel
Hässlerödstunneln (34 m)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
83,916 Höjentorp 24 m ö.h.
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
78,890 Grohed (Pers.-Halt bis 1968, DST seit 11.2020)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
74,519 Resteröd 18 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
73,600 Vägeryr (Schienenbushalt – hpr)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
72,000 Höggeröd (Schienenbushalt – hpr)
Tunnel
Ljungskiletunneln (107 m)
Bahnhof
69,025 Ljungskile 6 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
66,118 Skafteröd
Bahnhof
59,534 Svenshögen
Tunnel
Buatunneln (238 m)
Tunnel
Lahagentunneln (78 m)
Tunnel
Amdalentunneln (220 m)
Tunnel
Skårtunneln (242 m)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
55,100 Hällungen
ehemaliger Bahnhof
51,400 Ödsmål (bis 1984)
Bahnhof
47,695 Stenungsund 5 m ö.h.
Bahnhof
41,024 Stora Höga (Vallen; bis 1984 – ab 2000) 10 m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
37,186 Jörlanda (bis 1984) 19 m ö.h.
Bahnhof
32,353 Kode (bis 1984, ab 1996)
ehemaliger Bahnhof
26,673 Skårby (bis 1975) 11 m ö.h.
Bahnhof
21,525 Ytterby 16 m ö.h.
Brücke über Wasserlauf
Nordre älv
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
14,811 Säve (früher Pers.-Halt)
ehemaliger Bahnhof
10,244 Tuve (bis 1959)
ehemalige Blockstelle
8,910 Hökälla
ehemaliger Bahnhof
7,716 Lillhagen
ehemaliger Bahnhof
5 Brunnsbo
Abzweig geradeaus und von rechts
Hafenbahn Göteborg
Blockstelle
4,207 Göteborg Kville, früher Tingstad (bis 1979)
Strecke
(23. Aug. 1907–28. Mai 1978 Pers.-Halt)
Abzweig geradeaus und nach linksStrecke von rechts
Brücke über Wasserlauf
Marieholmsbro, Götaälv (907 m), Drehbrücke 2016
Abzweig geradeaus und von linksStrecke nach rechts
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Bergslagsbanan von / nach Falun
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Västra stambanan von / nach Hallsberg
ehemaliger Bahnhof
2,800 Gamlestaden
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
2 Olskroken
Strecke von linksAbzweig geradeaus und nach rechts
StreckeAbzweig geradeaus, nach links und von links
von/nach Malmö
Kopfbahnhof StreckenendeAbzweig ehemals geradeaus und nach linksStrecke von rechts
Göteborg N
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke
Göteborg Bs
Strecke (außer Betrieb)Kopfbahnhof Strecke ab hier außer Betrieb
0 Göteborg C 1 m ö.h.
Abzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)Strecke nach rechts (außer Betrieb)
Strecke (außer Betrieb)
Südstrecke der Hafenbahn

Quellen:

Bohusbanan (deutsch die Bohusbahn) ist eine 180 km lange, überwiegend eingleisige Eisenbahnstrecke in Bohuslän, Südschweden, die von Göteborg nach Strömstad führt.

Geschichte

Die am 16. Dezember 1903 eröffnete Bohusbana sollte eine wichtige Bahnstrecke werden, die sie aber nie wurde. Im 19. Jahrhundert existierte bereits eine private Bahnverbindung von Göteborg über Mellerud nach Oslo, die Norgebana. Aus diesem Grund wollte der schwedische Staat eine neue, direkte Hauptbahnstrecke von Göteborg über Uddevalla bis zur Østfoldbane bauen, die weiter nach Oslo führt, und damit auch die Västkustbana fortsetzen. Über den Iddefjord nach Norwegen sollte eine Brücke gebaut werden. Nach der Auflösung der Union zwischen Schweden und Norwegen 1905 wurden diese Pläne gestoppt und Strömstad wurde Endstation. Obwohl die Idee einer Eisenbahnbrücke über den Iddefjord weiter bestand, wurden stattdessen bisher nur zwei Straßenbrücken gebaut.

Das Teilstück zwischen Strömstad und Skee wurde von der privaten Strömstad-Skee järnvägsaktiebolag erbaut und zusammen mit der Strecke von Skee nach Göteborg am 16. Dezember 1903 eröffnet.

1939 wurde die Strecke bis Uddevalla und 1950 bis Strömstad elektrifiziert.

2007–2010 wurde die Strecke zwischen Göteborg und Uddevalla ausgebaut. Aufgrund des Autobahnbaus der E6 zwischen 2005 und 2015 wollte die Straßenverwaltung die Strecke oberhalb von Munkedal stilllegen, um teure Brückenbauwerke zu vermeiden. Es wurde jedoch beschlossen, die Bahnstrecke zu erhalten.

Eine Verlängerung der Bahnstrecke bis nach Norwegen wurde immer wieder diskutiert, jedoch aufgrund der Linienführung würde diese rund eine halbe Stunde langsamer sein, als die vorhandene über Mellerud. Im März 2021 wurde bekannt, dass stattdessen ein kompletter Neubau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Trollhättan nach Norwegen geplant ist.

Betrieb

Im Jahr 2022 werden sowohl durchgehende Personenzüge von Göteborg C über den ganzen Verlauf der Bohusbanan wie auch über den Laufweg über Trollhättan, über Vänerbanan und Älvsborgsbanan, nach Strömstad geführt, wobei letztgenannte Verbindung trotz des Umwegs um rund 15 Minuten schneller ist.

Der Personenverkehr wird von SJ in Zusammenarbeit mit Västtrafik betrieben, hauptsächlich mit Triebzügen vom Typ Bombardier Regina. Einige Züge bestehen aus älteren Wagen des Typs SJ X11 / X14. Ein Großteil der Züge befährt nur den Abschnitt Göteborg–Uddevalla, manche nur nach Stenungsund.

Seit 2006 betreiben SJ im Sommer eine Schnellverbindung mit X2 Stockholm–Strömstad über Herrljunga–Öxnered–Uddevalla. Der Zug wird auch für lokale Reisende auf der Bohus-Linie bereitgestellt.

Güterabfertigungen bestehen in Stenungsund, Uddevalla und Munkedal. Der Verkehr wird hauptsächlich von Green Cargo mit GC Rd2ER / GC Rc4 oder GC T44-Lokomotiven betrieben. Nördlich von Munkedal findet normalerweise kein Güterverkehr statt.

Auf der in Munkedal abzweigenden Lysekilsbana nach Lysekil findet seit Herbst 2015 kein Personenverkehr und seit Herbst 2016 kein Güterverkehr mehr statt. Die Strecke erhielt auf Grundlage der Järnvägsmarknadsförordning (2022:416) den Status upphört underhåll (Unterhalt eingestellt).

Zu Jahresbeginn 2026 hat Trafikverket beschlossen, die Instandhaltung der Lysekilsbana wieder aufzunehmen. Im Hintergrund dafür stehen Erfordernisse der Gesamtverteidigung des Landes, da der Hafen von Lysekil eine kritische Infrastruktur für Import und Export darstellt. Dabei soll die Strecke elektrifiziert und für deutlich höhere Geschwindigkeiten als die derzeitigen 40 km/h ausgebaut werden.

Ausbaupläne

Die geplante Stadtentwicklung der Stadt Göteborg umfasst unter anderem die Wiedereröffnung des Bahnhofes Brunnsbo mit zwei Bahnsteigen. Dabei wird der Abschnitt bis Brunnsbo zweigleisig ausgebaut, wobei einige eingleisige Eisenbahnbrücken im Stadtgebiet erneuert werden müssen. Von April 2026 bis März 2027 wird der Zugverkehr auf diesem Abschnitt unterbrochen und ein provisorisches Gleis gebaut. Dieses Gleis liegt östlich des bestehenden Gleises, im Bereich zwischen der vorhandenen Eisenbahnbrücke und einem Punkt kurz nördlich von Minelund. Über das provisorische Gleis wird von März 2027 bis Juni 2028 der Zugverkehr möglich sein. Zwischen Juni und August 2028 erfolgt eine erneute Unterbrechung des Zugverkehrs. In dieser Phase wird eines der beiden neuen Gleise fertiggestellt, sodass es genutzt werden kann. Die vollständige zweigleisige Strecke wird im Dezember 2029 in Betrieb genommen – zeitgleich mit der Eröffnung des Bahnhofs Brunnsbo.

2023 wurde mit dem Abbruch der bestehenden Portale der Tunnel Skår, Amdalen, Lahagen, Bua, Ljungskile, Hässleröd, Skeppsvik, Vadbacken Södra, Vadbacken norra und Kålgård begonnen, die durch neue Tunnelportale ersetzt wurden. Dadurch soll die Lebensdauer der Tunnel verlängert und die Sicherheit des Güter- und Personenverkehrs erhöht werden. Die Arbeiten begannen im Mai 2023 und sollten im Winter 2024 abgeschlossen sein. Seit dem 1. Januar 2025 ist die Strecke nach einjähriger Sperrung wieder in Betrieb.

Commons: Bohusbanan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 LINJEBOK. (PDF) STRÖMSTAD → GÖTEBORGS CENTRAL. In: bransch.trafikverket.se. 17. August 2026, abgerufen am 17. September 2026.
  2. ↑ Järnvägsnätsbeskrivning 2026. (PDF) UTGÅVA 2026-02-12; För leverans under tidsperioden 2025-12-14 till 2026-12-12. trafikverket.se, 12. Februar 2026, S. 131, abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).
  3. ↑ Södra Bohusbanan, Grohed Mötesstation, JVA1806. (PDF) In: trafikverket.se. Abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  4. ↑ Tågstopp när nya mötesspåret i Grohed kopplas in. In: uddevallanyheter.se. 30. November 2020, abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  5. ↑ Göteborg Tingstad. Lageplan. 1930, abgerufen am 30. September 2021 (schwedisch).
  6. ↑ Im Schwedischen ist die Endung „-n“ bei Substantiven ein bestimmter Artikel. Daher ist die korrekte Bezeichnung in deutschen Texten entweder „Bohusbanan“ oder „die Bohusbana“.
  7. ↑ Nina Sjöman: Hemliga planen: Tåg i 400 km/h – mellan Göteborg och Oslo. In: sverigesradio.se. 12. März 2021, abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  8. ↑ Järnvägsmarknadsförordning (2022:416). In: riksdagen.se. 12. Mai 2022, abgerufen am 12. April 2023 (schwedisch).
  9. ↑ Järnvägsnätsbeskrivning 2026. (PDF) UTGÅVA 2026-02-12; För leverans under tidsperioden 2025-12-14 till 2026-12-12 – 2.4.1.4 Sträckor med särskilda förutsättningar, Bana eller sträcka där beslut om upphört underhåll har fattats. trafikverket.se, 12. Februar 2026, S. 131, abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).
  10. ↑ Trafikverket återupptar underhållet av Lysekilsbanan. In: lysekilsposten.se. 7. August 2026, abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).
  11. ↑ Bohusbanan – vi bygger dubbelspår och pendeltågsstation vid Brunnsbo. In: trafikverket.se. Abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).
  12. ↑ Bohusbanan, Stenungsund–Uddevalla. Tio tunnlar har renoverats. In: trafikverket.se. Abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).