Ähnlicher Perlmuttfalter

Ähnlicher Perlmuttfalter

Ähnlicher Perlmuttfalter (Boloria napaea)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Heliconiinae
Gattung: Boloria
Art: Ähnlicher Perlmuttfalter
Wissenschaftlicher Name
Boloria napaea
(Hoffmannsegg, 1804)

Der Ähnliche Perlmuttfalter (Boloria napaea) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).

Merkmale

Falter

Die Flügeloberseiten der Falter, die eine Spannweite von etwa 28 bis 34 Millimetern haben, ist bei den Männchen leuchtend orange-braun und von einer feinen, schwarzen, aus Punkten und Linien bestehenden Zeichnung durchzogen. Die Weibchen sind dagegen meist violettbraun oder grünbraun gefärbt. Charakteristisch sind gelbgrün gefärbte Bereiche neben roten und weißen Zeichnungselementen auf der Hinterflügelunterseite.

Boloria napaea napaea

Ei, Raupe, Puppe

Das Ei hat eine kegelähnliche Form, ist stark gerippt und schimmert rotbraun. Die Raupen sind schwarzbraun gefärbt, haben eine gelbliche, braun unterbrochene Rückenlinie sowie kurze, graue Borsten. Die Puppe hat eine dunkelbraune Farbe mit einer fleckigen Zeichnung. Sie hat eine gedrungene Form und ist fast doppelt so breit wie diejenige von pales.

Ähnliche Arten

Der Ähnliche Perlmuttfalter ähnelt einigen anderen Perlmuttfalterarten, insbesondere den folgenden:

Um bei der Bestimmung dennoch ganz sicherzugehen, sollten Spezialisten zu Rate gezogen werden.

Verbreitung und Lebensraum

Das Vorkommen der Art umfasst höhere Lagen in den Pyrenäen, Alpen, Fennoskandien, Südsibirien, dem Altai und der Amurregion sowie in Alaska und Wyoming. Sie ist meist in Höhen zwischen 1200 und 2800 Metern auf Bergwiesen anzutreffen, kommt in Nordnorwegen aber gelegentlich bis an die Küstenlinie. In Österreich, im Alpengebiet, sind aber viele ehemalige Fundorte mittlerweile erloschen.

Lebensweise

Die Falter leben in einer Generation von Ende Juni bis August. Sie fliegen gerne über blumenreiche Gebirgswiesen. Die Raupen ernähren sich von den Blättern niedriger Pflanzen, wie Veilchen- (Viola) und Knötericharten (Persicaria, Polygonum). Sie überwintern klein. In höheren Lagen oder nördlichen Breiten kann der Entwicklungszyklus zwei Vegetationsperioden dauern.

Gefährdung

Die Art kommt in Deutschland nur in den bayerischen Alpen vor und wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Kategorie R (Art mit geographischer Restriktion) geführt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 2: Tagfalter. (Rhopalocera und Hesperiidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1955, DNB 456642188.
  2. 1 2 3 Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
  3. ↑ Siegfried ORTNER, Norbert PÖLL, Änderungen und Ergänzungen zu den "Schmetterlingen Österreichs" - Macrolepidoptera, Mitt.Ent.Arb.gem.Salzkammergut, 2004
  4. ↑ Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 978-3-89624-110-8

Literatur

Commons: Ähnlicher Perlmuttfalter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien