| Boraldai Боралдай / Boraldai (kas.) | Бурундай (rus.) | ||
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Oblys: | Almaty | |
| Audan: | Ile | |
| Gegründet: | 1929 | |
| Koordinaten: | 43° 21′ N, 76° 52′ O | |
| Höhe: | 690 m | |
| Einwohner: | 35.863 (2021) | |
| Kfz-Kennzeichen: | 05 (alt: B, V) | |
| Gemeindeart: | Siedlung städtischen Typs | |
| Lage in Kasachstan | ||
Boraldai (kasachisch Боралдай Boraldai, russisch Бурундай) ist eine Siedlung städtischen Typs im Audan Ile des Gebiets Almaty im Südosten Kasachstans.
Burunday liegt am Nordwestrand von Almaty in der Ebene am Fuß des Transili-Alatau auf einer Höhe von etwa 690 Metern. In der Nähe verlaufen die Flüsse Ulken Almaty (Große Almatinka) und Boraldai. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zu Almaty ist die Siedlung Teil der städtischen Agglomeration.
Bis in die 1990er-Jahre trug der Ort den Namen Burunday (russisch Бурундай), unter dem er weiterhin geläufig ist.
Die Siedlung entstand 1929 im Zuge des Baus der Turkestan-Sibirischen Eisenbahn (Turksib) an einem Ausweichgleis, aus dem später die Bahnstation Burunday hervorging. Zunächst waren hier lediglich eine Grenztruppeneinheit sowie ein Flugfeld und der Bahnhaltepunkt angesiedelt.
Während des Zweiten Weltkriegs verlagerte man 1942 zwei aus der Ukraine evakuierte Zuckerfabriken nach Burunday. Ihre Anlagen wurden unmittelbar an den Bahngleisen errichtet. 1943 wurde der erste Zucker gewonnen.
Am 16. April 2014 wurde per Präsidialerlass ein rund 23.200 Hektar großes Gebiet in die Stadt Almaty eingegliedert.
Bei der Volkszählung 2021 wurden 35.863 Einwohner gezählt, darunter 17.294 Männer und 18.569 Frauen.
Wirtschaftlich ist der Ort durch verarbeitendes Gewerbe geprägt. Zu den Betrieben zählen die Zuckerfabrik von Almaty, eine Reparaturbasis, ein Lager für Erdölprodukte sowie ein Betrieb der Stein- beziehungsweise Marmorverarbeitung.
Am Ostrand von Burunday liegt der Flughafen Almaty-Boraldai, der erste Flughafen im Raum Almaty, der Anfang der 1930er-Jahre angelegt wurde. Er dient dem regionalen Luftverkehr sowie dem Betrieb von Kleinflugzeugen und Hubschraubern. Über die Turksib-Bahnlinie und die Straße ist der Ort mit Almaty verbunden.
Am südöstlichen Ortsrand, auf dem hohen linken Ufer der Großen Almatinka, liegt das Gräberfeld von Boraldai, eine Nekropole aus der frühen Eisenzeit. Der etwa drei Kilometer lange und bis zu 800 Meter breite Komplex umfasst rund 47 Kurgane der Saken und Wusun; der größte Grabhügel ist etwa 14 Meter hoch und rund 100 Meter im Durchmesser. Die über 2500 Jahre alte Anlage wurde 2006 bei Luftaufnahmen wiederentdeckt und im selben Jahr als archäologischer Freilichtpark unter die Verwaltung des Museums von Almaty gestellt.