Brachyolmie

Klassifikation nach ICD-10
Q76.3 Angeborene Skoliose durch angeborene Knochenfehlbildung
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Brachyolmie (von altgriechisch βραχύς brachýs, deutsch ‚kurz‘ und altgriechisch ὄλμος olmos, deutsch ‚Walze, Rumpf‘) bezeichnet eine Gruppe von autosomal rezessiv oder dominant erblichen Erkrankungen, Skelettdysplasien mit ausschließlichem Befall der Wirbelsäule.

Allen Formen ist der Beginn der Auffälligkeiten in der Kindheit mit hauptsächlich den Rumpf betreffendem Kleinwuchs gemeinsam.

Synonyme sind: Brachyolmie, rezessiver Typ; Brachyolmie Typ Hoback; französisch Dysplasie spondylarie pure; Dreyfus-Syndrom (obsolet)

Die Namensbezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1961 durch den norwegischen Kinderarzt A. Hobaek. Der Begriff „Brachyolmie“ wurde im Jahre 1975 durch den Kinderarzt aus Lille G. Fontaine und Mitarbeitern geprägt.

Klassifikation

Die Einteilung erfolgt überwiegend nach klinischen Kriterien:

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Diagnose

Die genetische Beratung kann sich nur auf den Erbgang beziehen. Eine vorgeburtliche Diagnostik ist nicht möglich, eine spezifische Therapie ist nicht bekannt.

Eine Brachyolmie kann auch im Rahmen von Syndromen auftreten, so bei der Brachyolmie und Amelogenesis imperfecta.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. 1 2 3 Eintrag zu Brachyolmie. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 1. August 2024.
  3. ↑ A. Hobaek: Problems of Hereditary Chondrodysplasias. Oslo University Press, 1961, S. 82–95.
  4. ↑ G. Fontaine, P. Maroteaux, J. P. Farriaux, M. Bosquet: La dysplasie spondylaire pure ou Brachyolmie. In: Archives françaises de pédiatrie. Bd. 32, Nr. 8, Oktober 1975, S. 695–708, PMID 816327.
  5. ↑ BCYM1A. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  6. ↑ BCYM1B. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  7. ↑ BCYM2. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  8. ↑ BCYM3. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  9. ↑ BCYM4. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)