Unfall
Im Januar 1993 befand sich die Braer voll beladen auf einer Reise mit 84.700 Tonnen leichtem Rohöl aus dem norwegischen Gullfaks-Feld von der Raffinerie in Mongstad im Fensfjord, Norwegen nach Quebec, Kanada vor der Küste Shetlands in einem schweren Schlechtwetter. Von einigen auf dem Achterdeck losgerissenen Ersatz-Stahlrohren wurden Entlüfterköpfe der Brennstofftanks abgerissen durch die Seewasser eindringen, absinken und in die Treibstoffförderleitung gelangen konnte, woraufhin das Schiff einen Maschinenschaden erlitt. Die Besatzung wurde von Hubschraubern abgeborgen und die Braer trieb im Sturm bei Garthe Ness, nordwestlich von Sumburgh Head auf Grund und schlug dort leck. Im stürmischen Wetter war eine Bergung nicht möglich, so dass das gesamte Erdöl, das der Tanker transportierte, in die Nordsee gelangte. Es handelte sich dabei gut um die doppelte Menge, welche die Exxon Valdez bei ihrem Unglück 1989 vor Alaska verlor. Dennoch waren die Folgen des Braer-Unglücks aus verschiedenen Gründen weit weniger dramatisch.
Kurz nach der Havarie wurde berichtet, dass das Schiff weit über seinem Wert versichert war, dies aber im damaligen Abwärtstrend der Schiffspreise begründet war.