Außenansicht des Foyers des Brandenburg Museums.Ein Teil der Brandenburg.Ausstellung im Brandenburg Museum, die sich im ehemaligen Kutschpferdestall befindet.
Das Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte (Brandenburg Museum), bis 2024 Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, ist ein Museum am Neuen Markt in Potsdam, welches im Kutschpferdestall seinen Sitz hat. Es versteht sich als offenes Forum für die aktive Beschäftigung mit der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte.
Aufbau
Das Kutschstalltor am Neuen Markt in Potsdam ist der Eingang zum Kutschstallhof. Auf dem Tor befindet sich die Quadriga.
Der Museumsbetrieb bietet die Überblicksausstellung „Brandenburg.Ausstellung“ sowie wechselnde Sonderausstellungen, die sich im ausgebauten Obergeschoss des Hauses befinden. Die Geschichte wird durch Medienstationen und historische Exponate aus diversen Brandenburger Museen und Sammlungen illustriert.
Sonderausstellungen
Neben der Dauerausstellung (Brandenburg.Ausstellung) präsentiert das Brandenburg Museum im ausgebauten Obergeschoss des Kutschpferdestalls wechselnde Sonderausstellungen. Diese widmen sich zeitgeschichtlichen, künstlerischen sowie gesellschaftspolitischen Fragestellungen mit direktem oder indirektem Bezug zu Brandenburg.
Gezeigt wurden in den letzten zehn Jahren unter anderem folgende Ausstellungen:
Signale der Macht. Nauen, Kamina, Windhoek (2025): Eine historische und künstlerische Auseinandersetzung (unter anderem mit der Künstlerin Tuli Mekondjo) mit der kolonialen Großfunkstelle Nauen und ihren Gegenstationen in Kamina (Togo) und Windhoek (Deutsch-Südwestafrika).
Sven Johne. Freie Welt (2024): Ausstellung mit dem Film „Das sowjetische Hauptquartier“, sowie Fotoserien des Künstlers Sven Johne zum 30. Jahrestag des Abzugs der sowjetischen Truppen aus Brandenburg.
„Ich würde sofort wieder in die Kohle gehen …“ – Christina Glanz. Fotografien einer Transformation (2023–2024): Eine fotografische Dokumentation von Christina Glanz über den Transformationszeit und die Beschäftigten in den brandenburgischen Brikettfabriken der Niederlausitz nach 1992.
Günter de Bruyn. Märkische Schreibwelten (2021–2022): Eine literatur- und kulturhistorische Ausstellung zum Werk des märkischen Schriftstellers Günter de Bruyn.
Mensch Brandenburg! 30 Jahre, 30 Orte, 30 Geschichten (2020–2021): Eine Jubiläumsausstellung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Landes Brandenburg.
fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten (2019): Die zentrale märkische Ausstellung zum 200. Geburtstag des Schriftstellers Theodor Fontane.
Beiderseits der Oder (2018–2019): Eine regionalgeschichtliche Ausstellung zum deutsch-polnischen Kulturraum.
Reformation und Freiheit (2017–2018): Ein Ausstellungsbeitrag zum 500. Jubiläum der Reformation in Brandenburg.
Fokus Erde – Von der Vermessung der Welt (2017): Eine wissenschaftshistorische Ausstellung zur Geschichte der Geodäsie und Kartografie in der Region (unter anderem mit Bezug zum Telegrafenberg in Potsdam).
Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg (2016–2017): Eine historische Ausstellung über die Herrschaft und das Erbe des Kaisers Karl IV. in der Mark Brandenburg.
Das Museum wurde 2003 als Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) gegründet, als durch die Grundsanierung des Kutschpferdestalls und dessen Nebengebäuden entsprechende Museumsräume zur Verfügung standen. Ab 2018 wurde der Ort modernisiert und inhaltlich neu ausgerichtet. 2022 wurde das Haus mit Digitalangeboten und partizipativen Elementen wieder eröffnet.
Die Gesellschafter des Museums sind das Land Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam. 2024 erfolgte die Namensänderung zum heutigen Namen.
Leitung
Seit 2021 ist Katja Melzer die Direktorin des Brandenburg Museums.
Jutta Götzmann, Thomas Wernicke, Kurt Winkler (Hrsg.): Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2010, ISBN 978-3-942476-03-4, S. 219f.