
Branko Milanović (geboren 24. Oktober 1953 in Belgrad, Jugoslawien) ist ein serbisch-US-amerikanischer Ökonom.
Milanović studierte Ökonomie in Belgrad und wurde 1987 mit einer Dissertation über die soziale Ungleichheit im realsozialistischen Jugoslawien promoviert.
Milanović arbeitete zwanzig Jahre als Ökonom und Chefökonom in der Forschungsabteilung der Weltbank. Sein Forschungsschwerpunkt ist die soziale Ungleichheit. Er war ab 2003 Senior Associate am Carnegie Endowment for International Peace in Washington und dort von 2005 bis 2010 Adjunct scholar. Er war Mitarbeiter bei der Luxembourg Income Study (LIS). Milanović hatte Gastprofessuren an der University of Maryland, College Park, an der Johns Hopkins University und arbeitet seit 2014 als Dozent am City University of New York Graduate Center.
Milanović erhielt 2016 den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch und wurde von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in die Top Ten der Zukunftsliteratur des Jahres gewählt. Für 2018 wurde ihm der Leontief-Preis zugesprochen. Im selben Jahr erhielt er den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik für sein Buch Die ungleiche Welt.
Milanović ist Erstunterzeichner der Berlin Summit Declaration.
Nach Milanović ist das Zeitalter der Globalisierung zu Ende. Egal wie der Iran-Krieg ausgehen wird, das Ideal des freien Handelsverkehrs ist außer Kraft gesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Milanović, Branko |
| ALTERNATIVNAMEN | Milanovic, Branko |
| KURZBESCHREIBUNG | serbisch-US-amerikanischer Ökonom |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1953 |
| GEBURTSORT | Belgrad |