| Rostnackenpitta | ||||||||||||
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Rostnackenpitta (Hydrornis oatesi), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hydrornis oatesi | ||||||||||||
| Hume, 1873 |

Die Rostnackenpitta (Hydrornis oatesi, Syn. Pitta oatesi), auch Braunkopfpitta, Oates-Pitta, ist ein Sperlingsvogel aus der Gattung Hydrornis innerhalb der Familie der Pittas (Pittidae).
Der Vogel kommt in China, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam vor.
Die Art war ursprünglich in die Gattung Pitta gestellt worden, dann im Jahre 2006 der neu errichteten Gattung Hydrornis zugeordnet worden aufgrund molekular-phylogenetischer Untersuchungen.
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald und Bergwald, Bambuswälder oberhalb von 380–800 m. ü. M bis zu 2600 m, höher als Blaunackenpitta (Hydrornis nipalensis) und Blaubürzelpitta (Hydrornis soror).
Der lateinische Artzusatz bezieht sich auf Eugene William Oates.
Die Art ist 23–25 cm groß und wiegt 117–124 g. Das Männchen ist an Kopfkappe und Nacken rotbraun, die Kopfseiten sind blasser rotbraun bis gelbbraun mit schwärzlichem Hinteraugenstreif. Oberseite und Schwanz sind matt dunkelgrün, oft blau überhaucht, besonders am Bürzel, die Flügel sind dunkel olivbraun mit gelbbraunen Rändern. Die Unterseite ist rotbraun, Kinn, Kehle und Bauch sind blasser, oft ist auch ein unterbrochenes schwärzliches Brustband zu erkennen. Die Iris ist braun, der Schnabel blassbraun bis weinrot, die Füße sind fleischfarben rosa bis hellorangefarben. Beim Weibchen ist die Kopfkappe oft dünn schwarz berandet, die Oberseite weniger grün, deutlicher rotbraun überhaucht. Bei beiden Geschlechtern finden sich meist graubraune Streifen auf der grünen Oberseite. Jungvögel sind dunkelbraun, an Kopf und Nacken mit weißlichen Steifen, auf der Oberseite und Brust sind große weißliche Flecken erkennbar, Kinn, Kehle und Bauch sind cremeweiß mit bräunlicher Schuppung, die Iris hat einen grauen Außenring.
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
Der Gesang wird als scharfes „chow-whit“ beschrieben, der zweite Laut nach oben gezogen, alle 4–5 Sekunden wiederholt, während der Brutzeit bis zu 25 Mal gerufen. Der Alarmruf ist ein plötzliches abfallendes „poouw“ sowie ein „tchick“ oder „chek“, das bei Gefahr für das Nest in ein „chur-r-r-rt“ oder „wer-r-r-r-rt“ übergeht.
Die Art ist vermutlich ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Engerlingen, Schnecken und Würmern. Gesucht wird im Laub mit dem Schnabel stochernd, auch in Bioabfall.
Die Brutzeit liegt zwischen Februar und Mai, in Thailand auch im September. Das kugelige Nest wird aus Laub, Zweigen, Wurzeln und Farnstämmen gebildet mit seitlichem Eingang und in etwa 3 Meter Höhe in eine Palme gehängt, seltener auch am Boden errichtet.
Das Gelege besteht aus 2–5, seltener 6 creme-weißen Eiern mit dunkelbraunen und rotbraunen Flecken.
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).