Brigitte Berger

Brigitte Berger (geboren als Brigitte Kellner am 10. August 1928 in Hildburghausen; gestorben am 28. Mai 2015 in Brookline) war eine deutschamerikanische Soziologin.

Leben

Brigitte Kellners Großvater mütterlicherseits war der Gutsbesitzer und deutschnationale Politiker Friedrich Döbrich, Kellners Mutter brachte das Gut Lindigshof in Dermbach als Mitgift in die Ehe, auf dem Brigitte Kellner und ihr jüngerer Bruder Hansfried Kellner aufwuchsen. Kellners Vater war promovierter und habilitierter Landwirt und ab Mitte der 1930er Jahre Berufssoldat in der Wehrmacht. Er geriet 1945 in sowjetische Gefangenschaft. Die Familie wurde als Großgrundbesitzer in der SBZ enteignet und floh nach Coburg in die Amerikanische Zone, wohin auch der Vater Ende der 1940er Jahre gelangte.

Sie ging Mitte der 1950er Jahre zur Fortsetzung ihres Geschichtsstudiums in die USA an die Yale University. 1959 heiratete sie den Emigranten und Soziologen Peter L. Berger, sie haben die Söhne Thomas Ulrich Berger und Michael George Berger. Auch ihr Bruder kam zum Studium nach New York. Sie wechselte dann an die New Yorker New School for Social Research, wo sie eine Masterarbeit über Henri de Saint-Simon und eine Dissertation über Vilfredo Paretos Bezug zur Wissenssoziologie schrieb.

Bergers erste Veröffentlichung 1971 orientierte sich an Max Weber. Sie ging mit Peter Berger zu Ivan Illich in Cuernavaca und war Coautorin bei der Untersuchung The Homeless Mind: Modernization and Consciousness. Sie arbeitete zur Familiensoziologie an der Long Island University und am Hunter College und hatte von 1989 bis 1993 den Lehrstuhl für Soziologie am Wellesley College und an der Boston University inne.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Thomas Berger, bei Boston University
Personendaten
NAME Berger, Brigitte
ALTERNATIVNAMEN Kellner, Brigitte
KURZBESCHREIBUNG deutschamerikanische Soziologin
GEBURTSDATUM 10. August 1928
GEBURTSORT Hildburghausen
STERBEDATUM 28. Mai 2015
STERBEORT Brookline (Massachusetts)