
Brigitte Giraud (* 1960 in Sidi bel Abbès, Französisch-Algerien) ist eine französische Schriftstellerin.
Während des Algerienkriegs 1960 in Algerien geboren, wuchs Giraud in Rillieux-la-Pape in Frankreich auf. Nach Kindheit und Jugend in den Banlieues von Lyon studierte sie Englisch und Deutsch und arbeitete als Buchhändlerin, Übersetzerin und Journalistin. Für eine Weile jobbte sie in jungen Jahren in Lübeck.
Bei ihrem langjährigen Pariser Verlag Éditions Stock gibt sie eine Literaturreihe namens La Forêt heraus, in der Werke von französischen Nachwuchsautoren wie Fabio Viscogliosi, Dominique A, Sébastien Berlendis, Mona Thomas, Carole Allamand, Karin Serres, Lionel Tran sowie Denis Michelis erschienen. In „ihrer“ Stadt Lyon hat sie unter anderem ein Literaturfestival namens „La Fête du livre de Bron“ auf die Beine gestellt. Ihr Roman Une année étrangère wurde 2013/14 vom Verlag Klett Sprachen als Schullektüre für den Französischunterricht in aufbereiteter Originalsprache herausgegeben. Inhaltlich erzählt sie darin vom Leben einer 17-jährigen Französin als Au-pair in Deutschland.
Für ihren Debütroman La chambre des parents (1997) erhielt sie den „Prix Littéraire des Étudiants“' sowie zwei Jahre später für Nico den „Prix Lettres frontière“. 2022 gewann sie für den autofiktionalen Roman Vivre Vite, in dem sie mit zwanzig Jahren Abstand nach Das Leben entzwei (2001) erneut die existentielle Dimension des Todes ihres Mannes bei einem Motorradunfall 1999 verarbeitet, den Prix Goncourt, den ältesten und bedeutendsten Literaturpreis Frankreichs.
Brigitte Giraud lebt und arbeitet in der Nähe der südfranzösischen Großstadt Lyon.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Giraud, Brigitte |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 1960 |
| GEBURTSORT | Sidi bel Abbès, Algerien |