Brigitte Giraud

Brigitte Giraud (2017)

Brigitte Giraud (* 1960 in Sidi bel Abbès, Französisch-Algerien) ist eine französische Schriftstellerin.

Leben

Während des Algerienkriegs 1960 in Algerien geboren, wuchs Giraud in Rillieux-la-Pape in Frankreich auf. Nach Kindheit und Jugend in den Banlieues von Lyon studierte sie Englisch und Deutsch und arbeitete als Buchhändlerin, Übersetzerin und Journalistin. Für eine Weile jobbte sie in jungen Jahren in Lübeck.

Bei ihrem langjährigen Pariser Verlag Éditions Stock gibt sie eine Literaturreihe namens La Forêt heraus, in der Werke von französischen Nachwuchsautoren wie Fabio Viscogliosi, Dominique A, Sébastien Berlendis, Mona Thomas, Carole Allamand, Karin Serres, Lionel Tran sowie Denis Michelis erschienen. In „ihrer“ Stadt Lyon hat sie unter anderem ein Literaturfestival namens „La Fête du livre de Bron“ auf die Beine gestellt. Ihr Roman Une année étrangère wurde 2013/14 vom Verlag Klett Sprachen als Schullektüre für den Französischunterricht in aufbereiteter Originalsprache herausgegeben. Inhaltlich erzählt sie darin vom Leben einer 17-jährigen Französin als Au-pair in Deutschland.

Für ihren Debütroman La chambre des parents (1997) erhielt sie den „Prix Littéraire des Étudiants“' sowie zwei Jahre später für Nico den „Prix Lettres frontière“. 2022 gewann sie für den autofiktionalen Roman Vivre Vite, in dem sie mit zwanzig Jahren Abstand nach Das Leben entzwei (2001) erneut die existentielle Dimension des Todes ihres Mannes bei einem Motorradunfall 1999 verarbeitet, den Prix Goncourt, den ältesten und bedeutendsten Literaturpreis Frankreichs.

Brigitte Giraud lebt und arbeitet in der Nähe der südfranzösischen Großstadt Lyon.

Werke

Auszeichnungen

Commons: Brigitte Giraud – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Ausgezeichnet: Prix Goncourt und Prix Renaudot 2022. In: sueddeutsche.de. 3. November 2022, abgerufen am 3. November 2022.
  2. ↑ Prix Goncourt 2022 für Brigitte Giraud, Deutsche Welle/dw.com/de vom 3. November 2022, abgerufen am 3. November 2022
  3. ↑ Biographie de Brigitte Giraud (französ.), Archivversion weil Figaro-Originallink hinter Bezahlschranke, abgerufen am 3. November 2022
  4. ↑ Prix Goncourt 2022 geht an Brigitte Giraud, buchreport.de vom 3. November 2022, abgerufen am 3. November 2022
  5. ↑ Brigitte Girauds Roman „Schnell leben“: Zufall und Schicksal, Schuld und Mitschuld. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 6. Januar 2024]).
Personendaten
NAME Giraud, Brigitte
KURZBESCHREIBUNG französische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 1960
GEBURTSORT Sidi bel Abbès, Algerien