Brigitte Scheele (* 15. Juli 1942 in Hildesheim) ist eine deutsche Psychologin mit Schwerpunkten in Kognitions- und Emotionspsychologie, in qualitativer Methodik sowie (sprachpsychologischer) Gender-Forschung.
Brigitte Scheele absolvierte zunächst eine Ausbildung in Krankengymnastik und war von 1967 bis 1970 an der Universitätsklinik Münster (Neurologie und Psychiatrie) angestellt (zuletzt als leitende Krankengymnastin). Es folgte ein Studium der Psychologie, Kunstgeschichte und Sprachwissenschaft in Münster und Heidelberg mit Abschluss als Diplom-Psychologin 1975 an der Universität Heidelberg, dort erfolgte auch 1980 die Promotion und 1990 die Habilitation in Psychologie. Von 1979 bis war sie als wissenschaftliche Angestellte tätig. Nach ihrer Umhabilitation 1995 an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln lehrte sie dort von 1997 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2007 als außerplanmäßige Professorin am Psychologischen Institut.
Scheeles Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen unter anderem in den Gebieten der Allgemeinen Psychologie, Sozialpsychologie, Genderpsychologie, Methodenlehre, Sprach-, Denk-, Emotions- und Motivationspsychologie.
Zusammen mit Norbert Groeben konzipierte Scheele das Forschungsprogramm ‚Subjektive Theorien‘ und dabei vor allem die qualitative Methodik der kommunikativen Validierung. Von diesem kognitionspsychologischen Programm ausgehend, hat sie auch ein auf Reflexion ausgerichtetes Emotionsmodell ausgearbeitet, das eine moderne Rekonstruktion des Psychologie-Konzepts mit umfasst. Ihre sprachpsychologischen Arbeiten thematisieren neben „uneigentlichem“ Sprechen (Ironie etc.) besonders die Probleme Gender-gerechter Sprache.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheele, Brigitte |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Psychologin |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Hildesheim |