Brugmolen

Brugmolen / Broekmolen
Skulptur von Harry Marks am ehemaligen Standort der Mühle

Skulptur von Harry Marks am ehemaligen Standort der Mühle

Lage und Geschichte
Brugmolen / Broekmolen (Limburg)
Brugmolen / Broekmolen (Limburg)
Koordinaten 50° 51′ 33″ N, 6° 3′ 18″ OKoordinaten: 50° 51′ 33″ N, 6° 3′ 18″ O
Standort Niederlande
Provinz Limburg
Kerkrade
Ecke Brugmolenweg / Brughofweg
Gewässer Amstelbach
Erbaut vor 1400
Stillgelegt 1940er-Jahre
Technik
Nutzung Getreidemühle
Mahlwerk 1 Mahlgang
Antrieb 1 Wasserrad
Wasserrad oberschlächtig

Die Brugmolen/Broekmolen (deutsch: „Brückenmühle“) war eine Wassermühle im Westen von Kerkrade-Zentrum in der niederländischen Provinz Limburg. Sie befand sich an der Ecke Brugmolenweg / Brughofweg am Amstelbach, einem Nebenbach der Wurm und lag wenige hundert Meter nördlich der Hammolen und südlich der Boerenanseldermolen. Die Mühle wurde vor dem Jahr 1400 erbaut, Ende der 1940er-Jahre stillgelegt und der Gebäudekomplex 1969 abgerissen.

Geschichte

Eine erste Erwähnung der Mühle findet sich in den Aufzeichnungen der Güterliste des 1340 erbauten Kasteels Erenstein, in der es für das Jahr 1396 heißt: „Item die vurschreven Hadewich die gelt van einen halfen morgen des molenbeintz in 1 huis dat op staan.“ Demnach wurde die Wassermühle im Jahr 1396 oder früher am linken Ufer des Amstelbaches als Schlossmühle der Besitzer von Erenstein eingerichtet und verfügte über einen halben Morgen Land, auf dem das Mühlengebäude stand. Sie diente als Getreidemühle für die Versorgung der Schlossbewohner und -bediensteten und war mit einem oberschlächtigen, hölzernen Schaufelrad und zwei Mahlsteinpaaren ausgestattet. Für die kontinuierliche Wasserversorgung wurde etwa 240 Meter bachaufwärts der Amstelbach geteilt und über ein Verteilergetriebe ein Mühlengraben befüllt.

Im Jahr 1890 erhielt die Mühle ein neues Wasserrad, das nach 1937 durch eine Francis Turbine ausgetauscht wurde. Jedoch bereits Ende der 1940er-Jahre musste die Mühle aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt werden. In der Folge wurden zunächst die Mahlanlagen größtenteils abgebaut und der Mühlenkomplex im Jahr 1969 endgültig abgerissen. Seit 1979 erinnert auf dem rekultivierten Wiesengelände nahe der Kreuzung von Brughofweg und Brugmolenweg eine Skulptur namens „Wasserorgel“ von Harry Marks, die aus vertikalen und horizontal verknüpften Stahlzylindern zusammengestellt ist, an die damalige Anlage. Der genannte Brugmolenweg erhielt seinen Namen nach dieser Mühle.