Bruno Plaetschke (* 18. Oktober 1897 in Kampen, Landkreis Strehlen; † 13. April 1942 in Berlin) war ein deutscher Völkerkundler und Geograph.
Plaetschke entstammte einer niederschlesischen Bauernfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Strehlen trat er 1914 als Freiwilliger ins Heer. 1918 an der deutschen Expedition nach Transkaukasien beteiligt, danach bis 1920 Offizier der georgischen Armee.
Nach der Rückkehr war Plaetschke im Jahre 1921 als Freikorps-Mitglied Führer der Freiwilligenkompanie in seinem Heimatkreis. Später nahm an den Kämpfen des oberschlesischen Selbstschutzes gegen Polen teil und wurde am Annaberg verwundet.
Plaetschke studierte Volkswirtschaftslehre, Geographie, Geologie, Slawistik und Orientalistik in Breslau, Wien und Königsberg. In Königsberg wurde er 1929 promoviert und war dort anschließend bis 1936 Assistent am Geographischen Institut. Im Jahre 1935 erfolgte seine Habilitation, worauf Plaetschke als Dozent angestellt wurde.
In den 1920er- und 1930er-Jahren unternahm Plaetschke mehrere Forschungsreisen durch verschiedene Teile Asiens und des Kaukasus, u. a. durch den Nordkaukasus (1918–20, 1927/28), die Mandschurei und nordöstliche Mongolei (1931/32). Sein Buch über Tschetschenien gilt heute noch als Standardwerk.
Im Rahmen der wissenschaftlich-politischen Ausarbeitung der polnischen Themen wurde Plaetschke neben Werner Conze als Gutachter für „weißrussische Fragen“ herangezogen.
Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges als Hauptmann d. R. einberufen, zog sich Plaetschke an der Ostfront ein schweres Leiden zu und wurde krankheitshalber vom Dienst freigestellt. An den Folgen verstarb er in einem Berliner Lazarett.
| Personendaten | |
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| NAME | Plaetschke, Bruno |
| ALTERNATIVNAMEN | Plätschke, Bruno |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Völkerkundler und Geograph |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1897 |
| GEBURTSORT | Kampen, Landkreis Strehlen |
| STERBEDATUM | 13. April 1942 |
| STERBEORT | Berlin |