
Als Budapester wird ein klassisches Herrenschuhmodell bezeichnet.
Es ist nicht überliefert, woher die Bezeichnung Budapester stammt und wer sie zum ersten Mal verwendet hat. Bekannt ist, dass dieses Schuhmodell typische Merkmale der österreichisch-ungarischen Schuhmachertradition aufweist (z. B. Lochungsmuster und Leistenform) und seit Ende des 19. Jahrhunderts in Budapest gefertigt wird.

Der Budapester zeichnet sich durch die Kombination der folgenden Merkmale aus:
Das Hauptkennzeichen des Budapesters ist dessen unverwechselbare Leistenform (man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Budapester Leisten). Weitläufig wird gesagt, dass der Budapester ein mit aufgesetzter Fersenkappe, Flügelkappe und „Lyralochung“ verzierter, zwiegenähter Derby mit offener Schnürung ist. Dementsprechend ist seine höhere Schuhspitze das wesentliche Unterscheidungsmerkmal des Budapesters vom sogenannten Fullbrogue in Derbyschnürung.
In Deutschland gibt es einen bekannten Hersteller von Budapestern: die Bietigheimer Firma Heinrich Dinkelacker, die mit eigenen Mitarbeitern in Budapest-Budafok die Schuhe in Handarbeit herstellt. Ebenfalls weithin bekannte Schuhhersteller dieses klassischen Herrenschuhmodells sind die ungarischen Firmen Vass Shoes und László Budapest sowie die Firma Oliver Grey.
Die Lochverzierungen (Broguings) wie auch die Zwienaht oberhalb der Sohle geben diesem Modell eine sportliche, teils aber auch schlichte Note.
Ein Schuhpaar in Handarbeit kann zwischen 400 und 1.200 Euro kosten. Bei richtiger Pflege halten die Schuhe 20 Jahre und länger.