| YJ-7 | |
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| Allgemeine Angaben | |
| Typ | Anti-Schiff-Rakete |
| Herkunftsland | |
| Hersteller | China Aerospace Science and Industry Corporation |
| Indienststellung | 1989 |
| Technische Daten | |
| Länge | 2507 mm |
| Durchmesser | 180 mm |
| Gefechtsgewicht | 117 kg |
| Spannweite | ausgeklappt: 58,7 cm
vor dem Schuss eingeklappt: 45 cm |
| Antrieb | Feststoffraketenantrieb |
| Reichweite | 25 km |
| Dienstgipfelhöhe | zwischen 15 und 20 m (Reiseflug) |
| Ausstattung | |
| Lenkung | aktives Millimeterwellen-Radar, TV, IR |
| Gefechtskopf | 29 kg halbdurchschlagend HE + Hohlladung |
| Listen zum Thema | |
Die YJ-7 (chinesisch: 鹰击-7; Pinyin: yingji-7; wörtlich: Adlerangriff 7) ist eine chinesische Unterschall-Schiffsabwehrrakete. Sie wird von der Dritten Akademie der China Aerospace Science and Industry Corporation (CASIC) hergestellt. Die Exportversion der YJ-7 ist die C-701.
Während des Falklandkriegs setzte die Royal Air Force (RAF) Westland Lynx ein, um Sea Skua Seezielflugkörper gegen argentinische Patrouillenboote abzufeuern. Hubschraubergestützte Operationen zur Bekämpfung von Überwasserschiffen wurden von der chinesischen Rüstungsindustrie als praktikable Option für jede potenzielle Operation in der Taiwanstraße angesehen. In den 1990er Jahren starteten sowohl die Dritte Akademie der China Aerospace Science and Industry Corporation (CASIC) als auch die Hongdu Aviation Industry Group (Hongdu) Projekte für kleine Schiffsabwehrraketen. Aus diesen gingen die YJ-7 Rakete der CASIC und die YJ-9 von Hongdu hervor. Beide Raketen wiesen sehr ähnliche technische Daten auf, unterschieden sich jedoch geringfügig im Abschussprofil. Das ursprüngliche Modell der YJ-7 war auf den Start von der Wasseroberfläche von Booten aus ausgelegt, während die YJ-9 auf den hubschraubergestützten Luftstart ausgerichtet war.
Die YJ-7 wurde erstmals auf der Zhuhai Airshow 1996 vorgestellt und war mit einem in China hergestellten TV-Suchkopf mit CCD-Sensor, der ersten Generation ausgestattet.
Die C-701 wurde von der CPMIEC (China Precision Machinery Import Export Corporation) entwickelt. Die erste Version, die auf den Markt kam, war die fernsehgesteuerte Version C-701T, gefolgt von der bodengesteuerten Version. Als dritte Version erschien die mit einem Infrarot-Bildsuchkopf ausgestattete Variante, gefolgt schließlich von der mit einem Radar ausgestatteten Version, der C-701R. Die Entwicklung eines Millimeterwellenradars für die C-703 wurde 2002 bekannt, doch ihre tatsächliche Bezeichnung wurde erst sechs Jahre später, während der 7. Luftfahrtmesse in Zhuhai, bekannt gegeben.
Auch wenn die Existenz der ersten beiden Versionen der Rakete bereits seit einiger Zeit bekannt war, dauerte es bis zur 6. Luftfahrtmesse in Zhuhai Ende 2006, bis die chinesische Regierung sich schließlich bereit erklärte, ihre Existenz offiziell und öffentlich anzuerkennen. Alle diese Versionen stehen für den Exportmarkt zur Verfügung.
Obwohl die Rakete von der China Aerospace Science and Industry Corporation entwickelt wurde, behauptete die iranische Aerospace Industries Organisation (AIO), die Rakete sei das Ergebnis eines nationalen Programms. Im April 2006 wurde berichtet, dass radargeführte C-701 während iranischer Militärübungen abgefeuert wurden.
Die C-701 (oder ihre iranische Variante, die Kowsar) könnte von Kämpfern der Hisbollah eingesetzt worden sein, um die israelische Korvette INS Hanit während des israelisch-libanesischen Konflikts 2006 anzugreifen und zu beschädigen. Eine wesentlich schwerere C-802 Rakete soll auf einem „hohen“ Angriffskurs voraus geflogen sein und habe das Schiff verfehlt, jedoch die Verteidigungssysteme abgelenkt. Die niedrig fliegende C-701 habe das Schiff am Heck getroffen. Dabei wurde die Steuerung beschädigt und es kam zu einem Brand, der schließlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Das Schiff wurde eine Strecke geschleppt und konnte schließlich aus eigener Kraft zu seinem Stützpunkt zurückkehren.
Obwohl sie ursprünglich als Schiffsabwehrrakete konzipiert war, wurde auch erwogen, sie als Luft-Boden-Waffe einzusetzen, die in der Lage ist, zahlreiche verschiedene Zieltypen anzugreifen. Bei ihrem Einsatz als Schiffsabwehrrakete sind ihre Ziele im Wesentlichen Schiffe mit einer Verdrängung von höchstens 180 Tonnen, wie beispielsweise leichte und schnelle Raketenboote, Patrouillenboote oder Kanonenboote.
Es stehen zwei Lenkungsmodi zur Verfügung: der „Fire-and-Forget“-Modus und der gesteuerte Modus. Der erste Modus ermöglicht es dem Abschussfahrzeug, sich nach dem Start schnell zu bewegen, was ihm eine hohe Sicherheit verleiht, während der zweite Modus es dem Bediener ermöglicht, nach dem Start das Ziel zu wechseln oder den Angriff sogar selbst zu beenden, wenn er dies wünscht. Der Fernseh-Suchkopf der Rakete kann durch ein Modell mit Infrarotbildgebung oder ein aktives Radar ersetzt werden.
Im Gegensatz zur amerikanischen Maverick Rakete, die ausschließlich aus der Luft abgefeuert wird. Kann die C-701 von verschiedenen Plattformen aus gestartet werden, sei es aus der Luft (Starrflügler oder Drehflügler) oder von der Oberfläche (Fahrzeuge, Schiffe usw.). Derzeit kann sie noch nicht von einem U-Boot aus abgefeuert werden. Beim Einsatz von der Oberfläche aus wird die Rakete auf einem Standardabschusscontainer platziert, der aus vier rechteckigen Lager- und Abschussbehältern besteht, von denen jeweils zwei auf jeder Seite angeordnet sind. Die Anlage ist in einem positiven Elevationswinkel von 15° befestigt. Zwei Abschussvorrichtungen dieses Typs bilden den Hauptteil einer Raketenbatterie, die somit acht Raketen enthält und ein Gesamtgewicht von weniger als zwei Tonnen aufweist.