| C-704 | |
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Indonesische C-705 | |
| Allgemeine Angaben | |
| Typ | Seezielflugkörper |
| Herkunftsland | |
| Hersteller | CASIC |
| Entwicklung | 1990 |
| Indienststellung | 2005 |
| Einsatzzeit | im Dienst |
| Technische Daten | |
| Länge | 3,284 m |
| Durchmesser | 280 mm |
| Gefechtsgewicht | 360 kg |
| Antrieb | C-704: Feststoffraketentriebwerk C-705: Turbojet |
| Geschwindigkeit | 980 km/h (Mach 0,8) |
| Reichweite | 35–170 km |
| Ausstattung | |
| Lenkung | INS / GNSS |
| Zielortung | aktiver Radar oder passiv Radar & passiv IR |
| Gefechtskopf | 110–130 kg hochexplosiv-panzerbrechend |
| Zünder | Aufschlagzünder |
| Waffenplattformen | Flugzeuge, Schiffe |
| Listen zum Thema | |
Der C-704 ist ein chinesischer Seezielflugkörper der C-701-Familie, der durch die China Aerospace Science and Industry Corporation (CASIC) entwickelt und produziert wird. Er steht seit 2005 im Dienst der Volksbefreiungsarmee.
Während des Falklandkrieges erkannte man von chinesischer Seite die Notwendigkeit eines Seezielflugkörpers mittlerer Reichweite für einen potentiellen Konflikt in der Taiwanstraße. Dabei war das Hauptziel, Schiffe in Größenordnung von 1000 bis 4000 Tonnen mit einem Treffer zu versenken oder mindestens schwer zu beschädigen. In den 1990er Jahren wurden von der China Aerospace Science and Industry Corporation sowie der Hongdu Aviation Industry Group zwei Projekte vorgelegt, aus diesen resultierte der C-704. Die Standardvariante C-704 kann einen 130-kg-Gefechtskopf über eine Distanz von 35 km mit 980 km/h ins Ziel bringen. Die Flughöhe beträgt 20 m über der Wasseroberfläche, dabei wird ein Millimeterwellen-Radarsuchkopf verwendet. Die C-704KD nutzt zusätzlich einen Infrarotsuchkopf, um die Effektivität gegen Schiffe mit Tarnkappenfähigkeit zu erhöhen.
Ab 2005 wurde im Iran der Seezielflugkörper Nasr entwickelt, die maßgeblich auf der C-704 basiert. Laut Meldungen wurde ein chinesisches Forschungsteam in den Iran entsandt, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Am 16. März 2011 wurde eine Lieferung von sechs iranischen C-704 durch die israelische Marine beschlagnahmt. Diese war mit anderen Waffenlieferungen auf dem Weg nach Gaza.
C-704: Standardvariante, Reichweite von 35 km, 110-kg-Gefechtskopf. Durch den Feststoffraketenantrieb können Flughöhen von unter 20 m erreicht werden. Der Seezielflugkörper ist für Schiffe mit 1000–4000 Tonnen ausgelegt.
C-704KD: Luft-Boden-Seezielflugkörper mit 170 km Reichweite, erstmals 2007 vorgestellt. Verfügt über einen Dualband-Radar- sowie IR-Suchkopf. Zusätzlich lassen sich Kurskorrekturen über Datenlink durchführen.
C-705: Seezielflugkörper mit Turbojet und Feststoffraketenantrieb, der Gefechtskopf wurde auf 110 kg reduziert, die Reichweite auf 170 km erhöht. Als Suchkopf dienen ein passiver Radar-Suchkopf sowie ein Infrarotsuchkopf.
C-705KD: Luft-Boden-Marschflugkörper auf Basis der C-705 mit einer Reichweite von 100 km und Datenlink-Verbindung ähnlich der C-704KD-Variante. Aufgrund der moderneren Technik wird diese Variante nicht exportiert.

Bisher sind keine kriegsmäßigen Einsätze bekannt.