Der Cevi Schweiz (französisch Unions Chrétiennes Suisses) ist mit 11'934 Mitgliedern nach Pfadi und Jubla die drittgrösste Jugendorganisation der Schweiz. Er umfasst sieben Regionalverbände in der Romandie und Deutschschweiz sowie fünf teilweise national oder international tätige Arbeitsgebiete.

Die Schweizer Jugendverbände sind im Dachverband SAJV miteinander vernetzt. Der Cevi wird von den evangelisch-reformierten Landeskirchen unterstützt und ist Mitglied der weltumspannenden Verbände YWCA und YMCA. Er orientiert sich an folgenden drei Leitsätzen:
Wir trauen Gott Grosses zu.
Wir trauen Menschen Grosses zu.
Wir trauen uns Grosses zu.
Der Dachverband des Cevi Schweiz ist als Verein organisiert und wird ehrenamtlich geführt. Die Geschäftsstelle befindet sich in den Räumlichkeiten der Stiftung zum Glockenhaus in Zürich und beschäftigt Angestellte, die sich um die Belange der Regionalverbände kümmern und zentrale Dienstleistungen übernehmen. Der Dachverband ist von der Zewo zertifiziert.
Ein Regionalverband besteht aus mehreren Ortsgruppen, die jeweils mindestens eine Jungschar, einen Ten Sing, eine Sportgruppe oder einen Ehemaligenverein anbieten, und ist unter anderem für die Ausbildung der Leiterinnen und Leiter verantwortlich. Die sieben Regionalverbände des Cevi heissen:
Die Jungschar ist das Kerngebiet des Cevi. In ihrer lokalen Cevi-Abteilung erleben Kinder und Jugendliche ein erlebnisorientiertes Freizeitangebot, das meist in der Natur stattfindet. Die Cevi-Programme folgen dem Prinzip «Lernen mit Kopf, Herz und Hand» des Zürcher Pädagogen Johann Pestalozzi. Zu den zentralen Elementen eines solchen Programms zählen Singen, Spielen, Erzählen, Andacht und Tatkunde (Erlernen von Outdoor-Fähigkeiten), wobei viele Abteilungen zugunsten der interkulturellen Öffnung auf die Andacht verzichten.
Die Mitglieder heissen Cevianerinnen und Cevianer und lassen sich anhand der Farben des Foulards, das sie links am blauen Cevihemd tragen, ihrer jeweiligen Abteilung zuordnen. In den meisten Abteilungen erhalten die Kinder einen Cevinamen, der anstelle ihres richtigen Namens verwendet wird. Die Cevi-Gruppen für Mädchen und Buben im Kindergartenalter werden Fröschli genannt und treffen sich ein bis zwei Mal pro Monat.
Viele Abteilungen bieten jährlich mehrere Lager an – im Frühling und Sommer oft im Zelt. Die Mehrheit dieser Lager wird vom bundesamtlichen Sportförderungsprogramm Jugend+Sport unterstützt.
In den Ten Sing-Gruppen verwirklichen Jugendliche eine Bühnenshow. Diese beinhaltet meist Gesang und Tanz, kann aber auch mit anderen Show-Einlagen gemischt sein. Die Ten Sing-Gruppen erarbeiten diese Show selbstständig als gemeinsames Werk und werden dabei durch erfahrenere Ten Singer geleitet.
Neben den Regionalverbänden gehören dem Cevi folgende fünf Arbeitsgebiete an:

Bis Anfang der neunziger Jahre bestanden ein Logo des CVJM und eines des CVJF nebeneinander:
Die drei roten Balken des Dreiecks symbolisieren die Ganzheitlichkeit gemäss der Pädagogik Pestalozzis (Kopf, Herz und Hand). Das Logo wird in Deutschland weiterhin in dieser Form verwendet – dort aber mit der Bedeutung ‹Christlicher Verein Junger Menschen›.
Ein blaues Dreieck umgeben von einem gelben Kreis. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde in der linken Hälfte des Logos der Schriftzug «cvjf» hinzugefügt.
Da sich die zwei Verbände 1973 zusammengeschlossen hatten, war die Schaffung eines gemeinsamen Logos naheliegend. Um geschlechterneutral zu sein, wurde dieser Verband Cevi genannt. Das neue Logo, ein rotes Dreieck mit blauem Kreis in der Mitte, kombinierte die zwei alten Logos miteinander. Um die vorwärtstreibende Kraft zu symbolisieren, wurde kursiv «CEVI» auf den darüberliegenden Balken geschrieben.
1997 wurde das aktuelle Logo geschaffen: Ein rotes Dreieck (das Pestalozzi-Dreieck) wird von einem blauen Band umschlungen. Das Band steht nicht nur für Zusammenhalt, sondern soll – weil es wie ein C aussieht – auch den christlichen Glauben symbolisieren.