CISPR

CISPR ist das Comité international spécial des perturbations radioélectriques (offizielle Übersetzung: Internationales Sonderkomitee für Funkstörungen). Seine Mitglieder kommen teilweise aus dem IEC (International Electrotechnical Commission) und aus anderen Interessengruppen. Es wurde 1934 gegründet.

Fachgruppen

Das CISPR besteht aus sechs aktiven Untergruppen, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:

Die CISPR-Veröffentlichungen befassen sich mit normierten Störungs-Messmethoden für elektromagnetische Störungen. Sie schreiben beispielsweise Kabellängen, Gerätekonfigurationen und Erdungs- und Schirmmaßnahmen für Störungsmessungen vor, u. a. damit die Ergebnisse vergleichbar und reproduzierbar bleiben. Gleichzeitig wird auf Immunität gegenüber fremden Störungen eingegangen. Firmen können so von ihren Komponenten-Zulieferern einfach Konformität zu einer entsprechenden CISPR-Norm fordern, anstatt alle Messungen selber machen zu müssen (und dabei eine eigene Norm entwickeln zu müssen).

Veröffentlichungen

Bisher wurden über 30 CISPR-Standards veröffentlicht. Einige der bekanntesten sind:

Nicht mehr gültige CISPR-Standards:

Korrespondierende Standards

Die CISPR-Normen sind größtenteils in europäische Normen eingeflossen und in europäische Sprachen übersetzt. Für die Standards aus den USA gilt ähnliches. Der Grundnormenteil ist in ANSI-C63 und der Produktnormenteil in CFR47 (Code of Federal Regulations) von der FCC enthalten.

Internationale Norm Europäische Norm Deutsche Norm
CISPR xy EN 550xy DIN VDE 0876/0877-xy bzw.

DIN VDE 0879-1 (CISPR 12) / 0879-2 (CISPR 25)

Siehe auch