| Cytochrom P450 2C9 | ||
|---|---|---|
| PDB 1R9O | ||
| Eigenschaften des menschlichen Proteins | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 55.628 Da / 490 AS | |
| Kofaktor | Häm | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | CYP2C9 | |
| Externe IDs | ||
| Enzymklassifikation | ||
| EC, Kategorie | 1.14.13, Oxidoreduktase | |
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Hovergen | |
CYP2C9 (Cytochrom P450 2C9) gehört als Isoenzym zu den Untertypen von Cytochrom P450 und ist ein Enzym, das beim Menschen durch das CYP2C9-Gen kodiert wird.
Synonyme sind: englisch CYPIIC9; Cytochrome P-450MP; Cytochrome P450 2C9; Cytochrome P450 MP-4; Cytochrome P450 MP-8; cytochrome P450 PB-1; cytochrome P450, family 2, subfamily C, polypeptide 9; P450 MP-4; S-mephenytoin 4-hydroxylase; S-mephenytoin 4-hydroxylase, human; warfarin-7-hydroxylase, human
Das Enzym wird im endoplasmatischen Retikulum gebildet und ist das in der Leber am meisten exprimierte CYP2C-Enzym.
Es verstoffwechselt u. a. Steroidhormone und Fettsäuren und spielt eine wichtige Rolle beim Abbau verschiedener Medikamente wie dem Gerinnungshemmer S-Warfarin, Entzündungshemmern wie Ibuprofen, Sulfonylharnstoffen, Phenytoin, Tolbutamid, Losartan, Terbinafin und Tamoxifen, und ist daher für die Abschätzung von deren Wirkung interessant.
CYP2C9 hydroxyliert unter anderem in der Leber THC zu 11-Hydroxy-THC. Es ist – neben anderen P-450-Isoenzymen – bedeutend für die medikamentöse Behandlung von Depression, da es von verschiedenen Antidepressiva, wie Fluoxetin, Fluvoxamin, Sertralin und Paroxetin inhibiert wird. CYP2C9 ist wesentlich am Metabolismus des Cumarin-Derivats Phenprocoumon beteiligt, das medizinisch als Antikoagulans eingesetzt wird.
Das Enzym kann durch Fluconazol und Miconazol gehemmt werden.