Cäsar Wilhelm Stuhlmann

Cäsar Wilhelm Stuhlmann (* 22. März 1822 in Hamburg; † 11. April 1884 in Lübeck) war gelernter Landwirt, später Wasserarzt und Schriftsteller.

Leben

Cäsar Wilhelm Stuhlmann war der Sohn des Pastors der Hamburger Hauptkirche Sankt Katharinen Mathias Heinrich Stuhlmann (1774–1822). Eine schwache Gesundheit führte ihn in die Wasserheilanstalt Gräfenberg von Vincenz Prießnitz (1799–1851), wo er die zeitgenössische Hydrotherapie kennenlernte. Nach positiven Erfahrungen betätigte er sich zukünftig selbst als Wasserarzt in seiner Vaterstadt Hamburg. 1855 übernahm er die Leitung der von J. H. Rausse (d. i. Heinrich Friedrich Francke, 1805–1848) gegründeten Wasserheilanstalt im mecklenburgischen Stuer, später die in Schwaan. Regelmäßiger Gast in Stuer war auch sein Schwager, der Hamburger Jurist Henry B. Sloman. 1879 ging Stuhlmann nach Lübeck und arbeitete bei verschiedenen Zeitungen. Seine Aufsätze über Landleben und Volkskultur Mecklenburgs erschienen u. a. in den Wochenblättern Globus und Omnibus. Er lieferte einige volkskundliche Beobachtungen zu Karl Bartsch Sagen, Märchen und Gebräuche aus Mecklenburg und betätigte sich gelegentlich auch als Laienarchäologe.

Stuhlmann heiratete 1849 die Kaufmannstochter Hanna Sloman (1823–1859), eine Tochter des Wohldorfer Kupfermühlenbetreibers John M. Sloman. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen vier das Erwachsenenalter erreichten.

Der Hamburger Jurist Carl Alexander Stuhlmann war sein Bruder. Der Maler und Grafiker Heinrich Stuhlmann (1803–1886) sein Onkel.

Werke

Hinzu kommen Beiträge zu Karl Bartschs Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg (1879/80) sowie Texte für den Volksfreund, das Rostocker Tageblatt, die Mecklenburgischen Blätter und zahlreichen ausländischen Zeitungen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Enzo Maaß: Die Slomans von der Wohldorfer Kupfermühle. John M. Sloman und seine Kinder. In: Jahrbuch des Alstervereins. Hamburg 2019, S. 40–64.
  2. ↑ Hildegard von Marchtaler: Die Slomans. Hrsg.: Ricardo Sloman. Hans Christians Verlag, Hamburg 1939.
  3. ↑ Archiv für Landeskunde in den Grossherzogthümen Mecklenburg und Revüe der Landwirtschaft. Band 20, 1870, S. 147.