| CalculiX | |
|---|---|
Verdichterrad eines Turboladers | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Guido Dhondt, Klaus Wittig |
| Aktuelle Version | 2.23 (1. November 2025) |
| Betriebssystem | Linux, Windows |
| Programmiersprache | C, Fortran |
| Kategorie | FEM-Programm |
| Lizenz | GPL 2 (Freie Software) |
| deutschsprachig | nein |
| www.calculix.de | |
CalculiX ist ein freies, unter der GPL stehendes Finite-Elemente-Programm. Es wird seit 1998 von Guido Dhondt (geb. 1961) und wurde von Klaus Wittig, beides Mitarbeiter der Firma MTU Aero Engines, zur dreidimensionalen Strukturberechnung entwickelt. 2026 wurde angekündigt, das Projekt zukünftig mit einem 8-köpfigen Entwicklerteam fortzuführen.
Der CalculiX-Solver nutzt das Abaqus-Eingabeformat. Daher lassen sich zahlreiche Prä- und Postprozessoren nutzen. Bei numerischen Strömungssimulationen versteht sich die Software mit den freien CFD-Programmen duns, ISAAC und OpenFOAM. Auch mit den kommerziellen FEM-Programmen Nastran und Ansys, dem freien FEM-Programm Code Aster kann CalculiX zusammenarbeiten. Es wird überdies als Rechenkern (Solver) in den Simulationsumgebungen folgender Programme eingesetzt:
Mithilfe der freien Kopplungsbibliothek preCICE ist es möglich, Berechnungen zu koppeln. Beispielsweise sind Simulationen von Fluid-Struktur-Interaktion (FSI) mit SU2, konjugierter Wärmeübertragung mit OpenFOAM und Struktur-Struktur-Interaktion (SSI) mit Calculix selbst möglich.
Neben dem Einsatz in Linux oder anderen Unix-Versionen wie macOS stehen auch Windowsinstallationen zur Verfügung. Zu den bisherigen kommt in Windows 10 ab Version 1709 das Subsystem Linux (WSL) hinzu.
Professionelle Nutzer der Software sind unter anderem:
Im akademischen Umfeld wird CalculiX beispielsweise von Prof. Martin Kraska (Technische Hochschule Brandenburg) eingesetzt. Im Rahmen seiner Lehr- und Forschungstätigkeiten wurde auch eine umfangreiche Sammlung von Modellbeispielen aufgebaut.