Caligoplagusia okinawa

Caligoplagusia okinawa
Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Grapsoidea
Familie: Plagusiidae
Gattung: Caligoplagusia
Art: Caligoplagusia okinawa
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Caligoplagusia
Fujita & Naruse, 2024
Wissenschaftlicher Name der Art
Caligoplagusia okinawa
Fujita & Naruse, 2024

Caligoplagusia okinawa ist eine Art der Krabben-Familie Plagusiidae und einziger Vertreter der Gattung Caligoplagusia. Sie besiedelt Meereshöhlen an der Sandsteinküste der Insel Okinawa Hontō im Südwesten Japans.

Merkmale

Der Carapax ist bis 10,3 mm lang, 11,8 mm breit, konvex und etwa sechseckig. Die Stirn ist zweilappig und hat an der Grenze zur Augenhöhle keinen Spalt. Die vorderen Seitenränder divergieren im hinteren Bereich und sind zusätzlich zum Exorbitalzahn mit zwei weiteren Zähnen bewehrt. Die Augenhöhle ist flach, ihr Unterrand sehr kurz und sich hinter dem Auge in die Augenhöhle biegend. Innenseitig bildet er einen inneren Augenhöhlenzahn. Der Überaugenkamm ist deutlich. Der Hinterrand des Epistoms steht innenseitig hervor. Das basale Antennulenglied ist geneigt, herzförmig, hoch, quer gefaltet und nicht von oben sichtbar. Die Augen sind klein und kurz, die Cornea stark verkleinert. Die Antennengeißel ist lang und reicht quergefaltet über die Spitze des ersten Epibranchialzahns. Die dritten Maxillipeden sind rechteckig, ihr Ischium ist, in der Mittellinie gemessen, etwas länger als der Merus. Die Palpe (Carpus, Propodus und Dactylus) ist normal ausgebildet. Der Exopodit ist schlank und reicht bis zum seitlichen Ende des Merus, seine Geißel ist gut entwickelt und reicht über den Innenrand des Merus.

Die Scherenbeine sind bei beiden Geschlechtern symmetrisch, ihr Merus ist im Querschnitt dreieckig und etwas kürzer als die Schere (Chela). Die Hand ist klein und etwas aufgetrieben, die Finger sind dünn und haben ein spatelförmiges Ende. Die Schreitbeine sind lang und vertikal zusammengedrückt. Das zweite Schreitbein ist das längste. Die Meri tragen am Vorderrand eine Reihe großer Zähne. Das thorakale Sternum ist flach, die ersten vier Sterniten sind verschmolzen. Der fünfte Sternit hat einen Druckknopf zur Arretierung des Pleons. Der Penis liegt sternal, die Geschlechtsöffnung liegt nahe des Rollhöckers der Coxa des letzten Schreitbeins. Die Pleon-Somiten 3 bis 6 sind bei beiden Geschlechtern verschmolzen, oberflächlich sind aber die ehemaligen Nähte erkennbar. Das Pleon ist bei Männchen im Bereich der ersten drei Somiten relativ breit und verschmälert sich dann in Richtung Telson. Das erste Gonopodium ist schlank und reicht nicht über die Naht zwischen viertem und fünften Sterniten. Das zweite Gonopodium ist klein und hat nur etwa 30 % der Länge des ersten. Die Vulva ist schräg länglich und dicht vor der Mitte des sechsten Sterniten lokalisiert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Caligoplagusia Fujita & Narusa, 2014. In: World Register of Marine Species. DecaNet, abgerufen am 14. Juni 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Yoshihisa Fujita, Tohru Naruse: A new genus and species of a submarine cave crab of the family Plagusiidae Dana, 1851 (Crustacea: Brachyura: Grapsoidea) from Okinawa Island, Ryukyu Islands, southwestern Japan. In: Zootaxa. Band 5410, Nr. 3, 2024, S. 408–418 (englisch).