

Call a Bike ist ein von der Deutsche-Bahn-Tochter Deutsche Bahn Connect in verschiedenen deutschen Städten betriebenes Fahrradverleihsystem. Das System funktioniert nach den Stationsprinzip. Einmal registrierte Kunden können Fahrräder in jeder beliebigen Stadt, zu den jeweils geltenden Konditionen, ausleihen.
Gegründet wurde Call a Bike im Frühjahr 1997 durch Christian Hogl und Josef Gundel. Ersterer lieh sich rund 1997 ca. 100.000 deutsche Mark bei Verwandten, ehe Letzterer durch einen ihm bekannten Manager Unterstützung bei der Suche nach Krediten für den Aufbau des Unternehmens in Höhe von mehreren Millionen DM bekam. Der Geschäftsbetrieb wurde später durch DB Rent, eine Tochter der Deutschen Bahn, übernommen. Das ursprünglich rein telefongestützte System der Fahrradvermietung wurde im Jahr 2000 in München erstmals auf den Markt gebracht. Der Geschäftsbetrieb wurde später durch DB Rent, einer Tochter der Deutschen Bahn, übernommen und auch in anderen deutschen Städten eingeführt. Derzeitige Betreiberin ist die Deutsche Bahn Connect GmbH
Zum 30. November 2021 kam es zu einem Produktupdate der Räder. Der Korb wanderte an die Vorderseite und die Entleihe erfolgt seitdem per QR-Code oder über die App.
Stadtweit sind die Räder in folgenden 10 Städten und Metropolregionen verfügbar: Berlin, München, Köln, Frankfurt am Main, Offenbach, Darmstadt, Hamburg (StadtRAD Hamburg) und Lüneburg (StadtRAD Lüneburg), sowie Stuttgart (RegioRadStuttgart) und Crailsheim.
Mit dem Stuttgarter RegioRadStuttgart werden unter anderem auch die Orte Aalen, Bietigheim-Bissingen, Böblingen, Ditzingen, Leinfelden-Echterdingen, Ludwigsburg, Nürtingen, Fellbach, Filderstadt, Remseck, Schwieberdingen und Waiblingen abgedeckt.
Nur in Mainz, Magdeburg und Halle (Saale) gibt es derzeit noch Räder an ICE-Bahnhöfen, während die meisten der 35 früher bedienten ICE-Standorten eingestellt worden sind. Es gibt z. B. keine Räder mehr in Mannheim, Hannover, Bielefeld, Karlsruhe und Rostock. Call a Bike stellt derzeit keine Liste mit den Standorten zur Verfügung und verweist auf die mobile App, um die verbleibenden Stationen zu finden.
Charakteristisch für Call a Bike sind Fahrräder mit Spezialschloss, die per App gemietet und innerhalb des Stadtkerns an jeder beliebigen Call a Bike-Station wieder zurückgegeben werden können. Call a Bike kommt ohne sichtbare Stationen zum Einsatz. Stattdessen werden virtuelle Stationen genutzt, die ohne feste Infrastruktur auskommen. In den Städten stehen je nach Größe unterschiedlich viele Fahrräder zur Verfügung. Die Mietfahrräder sind hochwertig ausgestattet, zum Beispiel mit Rollenbremsen, 7-Gangschaltung und Gepäckträger.
Zum Auffinden eines freien Fahrrades in der Nähe des eigenen Standortes gibt es verschiedene Möglichkeiten: die Suche an vorzugsweise versorgten Standorten, oder die Lokalisierung per App oder Website.
Das System setzt eine einmalige Registrierung der potenziellen Nutzer voraus, um den Nutzungstarif einziehen zu können.
Die Fahrräder können in unterschiedlichen Tarifen genutzt werden.
In Hamburg gibt es seit Juli 2009 mit StadtRAD Hamburg ein Call a Bike-System mit auffällig rot lackierten Rädern. Die erste halbe Stunde der Entleihe ist in fast allen Tarifen für den Nutzer kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt per Website oder App, die auch Auskunft über die Position der anderen Stationen und die Anzahl der dort jeweils verfügbaren Räder gibt. Die Ausleihe erfolgt über ebenfalls über die App.
Seit Mitte 2013 gibt es auch StadtRAD Lüneburg mit gleichem Tarifsystem wie in Hamburg. Im Mai 2018 wurde das Stuttgarter Call a Bike-System durch das ebenfalls von DB Connect betriebene System RegioRadStuttgart ersetzt, dessen Kundenkonten gemeinsam mit Call a Bike genutzt werden. Es wird vom Verband Region Stuttgart gefördert. Die registrierten Kunden können bei Bedarf auch in anderen Städten Call a Bike nutzen. Der Vertrag läuft zum Jahresende 2026 aus.