| Gemeinde Calvià | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Insel: | Mallorca | |
| Comarca: | Serra de Tramuntana | |
| Gerichtsbezirk: | Palma | |
| Koordinaten: | 39° 34′ N, 2° 30′ O | |
| Höhe: | 109 msnm | |
| Fläche: | 145,02 km² | |
| Einwohner: | 53.793 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 371 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 07184 | |
| Gemeindenummer (INE): | 07011 | |
| Nächster Flughafen: | Palma (Son Sant Joan / Palma de Mallorca, 20 km) | |
| Verwaltung | ||
| Amtssprache: | Katalanisch, Kastilisch | |
| Bürgermeister: | Alfonso Luis Rodríguez Badal (PSOE) | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | C/ de Julià Bujosa Sans, Batle, 1 - 07184 Calvià | |
| Website: | www.calvia.com | |
| Lage des Ortes | ||
Calvià ist eine Gemeinde auf der spanischen Balearen-Insel Mallorca. Mit jährlich 1,4 Millionen Feriengästen ist sie eines der größten touristischen Ballungszentren und zugleich eine der reichsten Kommunen Mallorcas. Zur touristischen Infrastruktur gehören Unterkünfte in allen Preisklassen, hunderte von gastronomischen Betrieben und ein breites Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten. Auf dem Gemeindegebiet liegen vier Yachthäfen und fünf Golfplätze. Die Ausrichtung auf den Massentourismus hatte einen demografischen Wandel zur Folge und hinterließ im Landschaftsbild an der Küste tiefgreifende Auswirkungen.
Auf dem Gemeindegebiet von Calvià begann die Geburtsstunde des Königreichs Mallorca: Am 10. September 1229 landete Jaume I. von Aragón in der Bucht von Santa Ponça und leitete die Rückeroberung der Insel von den muslimischen Mauren ein.
Die Gemeinde Calvià befindet sich im Südwesten der Insel Mallorca in den südlichen Ausläufern der Serra de Tramuntana. Sie grenzt im Norden an Estellencs und Puigpunyent, im Osten an Palma, im Westen an Andratx und im Süden ans Mittelmeer. Das Gebiet wird gegen die Nordwinde von den hohen Tramuntana-Bergen geschützt.
Die Gemeinde Calvià hat eine Fläche von 145 km². Der gleichnamige Hauptort (auch Calvià Vila genannt) und Sitz der Verwaltung befindet sich auf 143 m Höhe. Im Nordwesten reicht das Gemeindegebiet in die südliche Tramuntana hinein, in der mit dem Puig de Galatzó (1027 m) und dem Mola de s'Esclop (928 m) die höchsten Erhebungen erreicht werden. Der Galatzó ist mit seiner unverwechselbaren Silhouette eines der landschaftlichen Wahrzeichen von Calvià, wegen seinem dreikantigen Gipfelaufbau wird er mitunter als das „Matterhorn Mallorcas“ bezeichnet. Östlich von dem Gemeindesitz erhebt sich die von lichten Kiefernwäldern geprägte Serra de na Burguesa, die sich bis in das angrenzende Gemeindegebiet von Palma erstreckt. Dieses im Durchschnitt um die 400 m hohe Mittelgebirge hat mit dem Puig d'en Bou (503 m) den höchsten Punkt.

Nach Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über eine ins Mittelmeer ragende große Halbinsel, deren Ost- und Westküste fast durchgängig mit touristischen Siedlungen bebaut ist. Die Gemeinde verfügt über einen 54 km langen Küstenstreifen. Dieser ist einer der am stärksten eingeschnittenen Küstenbereiche von Mallorca, er besteht aus einer Vielzahl von Landzungen, Buchten, Landspitzen und kleinen Buchten. Der Küste vorgelagert sind zahlreiche Inselchen, wovon Es Malgrat und Illot de sa Porrassa die größten sind.

Trotz massiver Abholzung und Rodung in den letzten hundert Jahren ist die Hälfte des Gemeindegebiets bewaldet oder von niedriger Buschvegetation (Macchie) bedeckt. In den lichten Wäldern der südlichen Tramuntana und in Bereichen der von der touristischen Bebauung ausgesparten Küste ist die Aleppo-Kiefer der vorherrschende Baum. Auch Steineichen und Erdbeerbäume kommen vor. Im Unterwuchs finden sich Zwergpalmen, Baumheide, Krummstab, Rosmarin und andere typische Arten der mediterranen Flora. Im Gipfelbereich des Galatzó ist eine endemische Unterart der Stängellosen Schlüsselblume (mallorquinisch: primavera blanca) zuhause. Infolge der Überbauung der Küste ist die Stranddistel selten geworden.
Nach herbstlichen Regenfällen wächst in den Kiefernwäldern im Tramuntana-Gebirge der Weinrote Kiefern-Reizker (mallorquinisch: Esclata-sang) aus der Gattung der Milchlinge. Es handelt sich um einen in der mallorquinischen Küche beliebten Speisepilz.
Das Gebiet zwischen Cala Figuera, Refeubetx, El Toro und der Felseninsel Malgrat ist ein bedeutender Nistplatz für Gelbschnabel-Sturmtaucher, Balearensturmtaucher, die Krähenscharbe und andere Seevogelarten. Es ist als Meeresschutzgebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet (Zona de Especial Interés para la Avifauna – ZEPA) ausgewiesen. Auf den unbewohnten Felseilanden kommt eine endemische Eidechsenart (Podareis lilfordi hartmanni) vor. Die Neptungraswiesen um die Inselchen sind unter anderem der Lebensraum von Zackenbarschen und Adlerfisch.
Im Tal von Galatzó gibt es eine kleine Population der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni), in anderen Teilen Spaniens ist diese nur sehr selten anzutreffen.
In der Gemeinde Calvià herrscht ein mediterranes Klima mit trockenen heißen Sommern und milden Wintern vor. Das Gebiet gehört mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr zu den wärmsten Regionen der Insel. Die durchschnittliche Temperatur schwankt von 27 °C im Sommer und von 14 °C im Winter. Die meisten Niederschläge fallen im Winter. Sie sind von der Höhenlage abhängig, an der Küste sind es weniger als 400 l/m², in den Bergen bis zu mehr als 800 l/m². Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 7,8 l/m². Die höchste Niederschlagsmenge wurde am 8. November 1950 registriert, an dem Tag fielen 150 l/m².


In der Gemeinde wohnen 53.793 Einwohner (Stand: 2025), das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 371 Personen pro km². Calvià ist damit die zweitgrößte Gemeinde der Insel.
Zur Gemeinde Calvià gehören folgende Orte:
(Quelle: INE)
Der Chronist Ludwig Salvator von Österreich-Toskana berichtet, dass der Ort Calvià in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus 228 Häusern mit 1146 Einwohnern bestand und auf einer von Olivenhainen und Johannisbrotbäumen umstandenen Anhöhe lag. An der Küste gab es zu jener Zeit lediglich kleinere Siedlungen mit ein paar Fischerhäusern.
Der Tourismus führte zu einem fundamentalen demografischen Wandel. Bis 1960 hatte die Gemeinde lediglich knapp 3.000 Einwohner, wovon der überwiegende Teil im Hauptort Calvià lebte. Von diesem Zeitpunkt an stieg die Einwohnerzahl kontinuierlich an. Seit 1996 hat sich die Einwohnerzahl fast verdoppelt. Durch Zuzug von Arbeitskräften und Einwanderern entstanden in den seit den 1960er Jahren an der Küste errichteten Ferienstädten nicht nur Unterkünfte für den Tourismus, sondern auch neue Wohnquartiere. Die größten davon befinden sich in Santa Ponça, Palmanova, Son Ferrer, Magaluf und Peguera. Im Gemeindegebiet geborene Mallorquiner machen lediglich noch etwa 37 Prozent der Bevölkerung aus, den übrigen Teil stellen ausländische Einwanderer und Zuwanderer vom spanischen Festland. Im Gemeindesitz Calvià selbst wohnt heute weniger als ein Zwanzigstel der Bevölkerung.
| Jahr | 1842 | 1877 | 1887 | 1900 | 1910 | 1920 | 1930 | 1940 | 1950 | 1960 | 1970 | 1981 | 1991 | 2001 | 2011 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1.875 | 2.711 | 2.606 | 2.551 | 2.640 | 2.649 | 2.769 | 2.633 | 2.219 | 2.914 | 3.579 | 11.777 | 20.982 | 35.977 | 52.451 | 53.793 |

Die Herkunft des Namens Calvià ist nicht eindeutig belegt. Einiges deutet darauf hin, dass der Name aus dem lateinischen caluus calb stammt, da es sich um eine relativ trockene Gegend handelt. Eine andere Theorie besagt, dass der Name auf Calvius aus der Zeit der römischen Besetzung zurückgeht.
Die ersten Spuren menschlicher Zivilisation in Calvià reichen bis 2000 v. Chr. zurück. Aus der Talayot-Kultur sind vornehmlich in Santa Ponça Türme und andere in Großsteinbauweise errichtete Steinbauten erhalten. Von der römischen Besetzung (123 v. Chr. bis 425 n. Chr.) zeugt die Ausgrabung der römischen Villa Sa Mesquida.

534 eroberte der oströmische Feldherr Belisar die Insel. Mallorca wurde Teil des Oströmischen Reiches. Während der islamischen Expansion fiel die Insel 707 an die Mauren, deren Kultur auf Mallorca noch heute sichtbare Spuren hinterlassen hat. Die Gemeinde Calvià war Teil des Verwaltungsgebietes von Juz’d’Ahwaz al-Madina. Ab dem Jahre 903 wurde Mallorca zuerst von den nordafrikanischen Almoraviden und später den Almohaden erobert.

Am 10. September landete Jaume I. von Aragón mit einer Streitmacht von 12.000 Mann in der Bucht von Santa Ponça, um Mallorca von den Mauren zurückzuerobern. Von dort begann die christliche Wiederinbesitznahme der Insel, bis schließlich drei Jahre später der letzte Widerstand der Mauren gebrochen werden konnte. An das historische Datum erinnert in Santa Ponça das Creu del Desembarcament (deutsch: Kreuz der Asusschiffung). Die Stadt Calvià wurde wenige Jahrzehnte nach der Rückeroberung im Jahr 1285 unter der Herrschaft Jaumes II., Sohn Jaumes I., gegründet.
Im Mittelalter wurde Mallorca wiederholt von nordafrikanischen Piraten heimgesucht. Zum Schutz vor Angriffen schuf man ein Verteidigungssystem mit rund um die Insel errichteten Wachttürmen. Von insgesamt 14 Türmen auf dem Gebiet der Gemeinden Calvià und Andratx sind heute noch zwölf vorhanden.
Im 16. Jahrhundert wütete in Calvià die Beulenpest, die für den Tod vieler Menschen verantwortlich war. Anfang des 18. Jahrhunderts forderte eine anhaltende Dürreperiode und damit verbunden eine Hungersnot zahlreiche Opfer. Infolge chronischer Armut verließen im 19. Jahrhundert viele Einwohner Calviàs ihre Heimat und wanderten nach Algerien, Kuba, Argentinien oder Frankreich aus.
Angesichts der sozialen Lage formierte sich 1923 unter den auf den großen Landgütern der Region Beschäftigten in Calvià eine linksgerichtete Arbeiterbewegung, was während des Franco-Regimes zu massiver Repression führte.
Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts begann auf Mallorca der Ausbau zu einem Ziel des Massentourismus. In der Gemeinde Calvià eröffnete 1951 als eine der ersten Unterkünfte das Hotel Bendinat, kurz darauf folgten die ersten größeren Häuser in Peguera und Santa Ponça. 2026 belief sich die Zahl der Hotelbetten in der Gemeinde auf rund 61.000.
Ab Mitte der 1950er Jahre entwickelte sich der Tourismus in Calvià binnen weniger Jahre zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor. Parallel dazu verlor die Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung.



Die wirtschaftliche Grundlage Calviàs basiert überwiegend auf dem Tourismus. Mehr als 1,4 Millionen Touristen besuchen Calvià jedes Jahr, der überwiegende Teil davon kommt aus England und Deutschland. Die touristische Überbauung des Küstenstreifens ab den 1960er Jahren zog tiefgreifende ökologische Folgen nach sich, große Teile der Naturlandschaft verschwanden unter Beton und Asphalt. Kritik ließ nicht lange auf sich warten. 1977 verglich der Lokalpolitiker Josep Meliá die Zerstörung der Küstenlandschaft von Calvia durch die Tourismusindustrie mit kolonialer Ausbeutung. 1999 verabschiedete die Gemeindeverwaltung mit der Agenda Local 21 einen Sanierungsplan, der unter anderem das Ziel hatte die Bebauung in den touristischen Zentren aufzulockern. Er umfasste zudem ein „Strandmanagement“ zur Sicherung von Sauberkeit, Wasserqualität und Sicherheit an den 34 touristisch genutzten Stränden im Gemeindegebiet.
Bereits zu Anfang der 1990er Jahre wurden exemplarisch einzelne Beherbergungsbetriebe und diverse Lokale abgerissen. Durch Sprengung oder Abriss wurden vornehmlich touristische Einrichtungen in der ersten Meereslinie beseitigt, die umwelt- oder wirtschaftsschädigend waren, beziehungsweise das Gesamtbild der Küste oder des Strandes störten. Mit dem Ankauf von Grundstücken durch die Gemeinde konnte mancherorts zudem eine weitere Bebauung verhindert werden. Als gelungene Maßnahme kann in Peguera der Rückbau der Hauptstraße zur Fußgängerzone angesehen werden.
Beispiele von Sanierungsmaßnahmen für neu geschaffene Nutzung:

Die Landwirtschaft ist stark rückläufig. Kultiviert werden vornehmlich Johannisbrotschoten, Mandeln und Oliven, in geringerem Umfang auch Feigen und Zitrusfrüchte. Im Galatzó-Tal bezeugen einige Getreidespeicher (mallorquinisch: Graner del Delme), dass früher in größerem Stil Getreide angebaut wurde. Das Korn wurde mit Hlfe zahlreicher Windmühlen gemahlen, im Gemeindegebiet Calvià blieben sechs davon erhalten.
Die Autobahn Ma-1, auch bekannt als Autovía de Poniente (deutsch: Westliche Autobahn), ist die wichtigste Verbindungsstraße zwischen der Hauptstadt Palma und den touristischen Urbanisationen von Calvià sowie der Nachbargemeinde Andratx. Sie durchquert die gesamte Gemeinde und teilt sie in zwei unterschiedliche Bereiche: einen ländlichen, landwirtschaftlich geprägten Norden und einen touristisch-städtischen Süden. Die Entfernung von Calvià bis ins Zentrum von Palma beträgt 20 Kilometer.
Das öffentliche Busnetz ist gut ausgebaut. Von allen Ortsteilen Calviás bestehen mehrmals täglich Verbindungen in die Hauptstadt und nach Andratx.


Hauptsehenswürdigkeit im Ort Calvià ist die Pfarrkirche Sant Joan Baptista. Sie steht auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus, der bis ins Jahr 1235 zurückreicht und damit zu den ersten Kirchenbauten auf der Insel gehört. Ihr heutiges neugotisches Aussehen mit einer von zwei Türmen flankierten Hauptfassade geht auf die Zeit von 1867 bis 1890 zurück. Neben der Kirche zeigen großflächige Kachelbilder auf der Wand des alten Rathauses die Geschichte Mallorcas auf.
Im ländlichen Hinterland der Gemeinde gibt es etliche alte Landgüter. Das größte davon mit einem Grundbesitz von rund 1400 Hektar (14 km²) ist die Finca Pública Galatzó, diese wurde 2006 von der Gemeinde Calvià erworben und öffentlich zugänglich gemacht. Ein Museum zeigt dort eine alte Ölmühle.
Im Archäologischen Park Puig de sa Morisca in Santa Ponça können sechs archäologische Fundstätten der Talayot-Kultur besichtigt werden. In der Nähe davon liegt das Fundament einer römischen Villa (Sa Mesquida). Eine weitere archäologische Fundstätte aus der Talayot-Kultur ist Naveta Alemany bei Magaluf.
In Santa Ponça wird mit dem Creu del Desembarcament daran erinnert, dass hier König Jaume I. im Jahr 1229 erstmals mallorquinischen Boden betrat und die Insel von der maurischen Herrschaft befreite. Im Sockel des Steinkreuzes sind auf Reliefs Szenen aus der Eroberungsgeschichte nachgestellt.
Entlang der Küste gibt es alte Wachttürme, die im 16. Jahrhundert zum Schutz vor Piraten errichtet wurden. Manche davon, etwa die Torre de Cala Figuera am Cap de Cala Figuera südlich von Portals Vells und die Torre del Cap Andritxol, sind im Rahmen einer Wanderung erreichbar.
Die größten Strände und Badebuchten (Platges i Cales) auf dem Gemeindegebiet von Calvià:
Casino de Palma, Ses Illetes, Cala Contesa, Portals Nous, Oratori de Portals, Son Caliu, Palma Nova (Morocco), Palma Nova, Son Matias (Cala Blanca), Magalluf, Cala Vinyes, Cala Falco, Cala Belle Dona, Portals Vells, Cala Penyes Roges, Calo d'en Pellicer, Santa Ponca, Cala Blanca, Peguera - Romana, Peguera - Tora, Peguera - Palmira, Cala Fornells, Cala Tropicana, Cala Murada und Cala Moreia.
Zahlreiche Strandabschnitte werden von der EU regelmäßig mit dem Öko-Siegel der Blauen Flagge ausgezeichnet. Die Küste von Calvià ist auch ein gutes Revier für Taucher, Tauchschulen gibt es unter anderem in Santa Ponça, Palmanova, Bendinat und Peguera.
Im Ortszentrum von Calvià beginnt eine Variante des Fernwanderwegs GR 221, auf dem über Puigpunyent in sechs Stunden die Hauptroute in Estellencs erreicht wird. Von dort kann wahlweise nach La Trapa beziehungsweise nach Esporles weitergewandert werden. Am Weg nach La Trapa befindet sich mit dem Mirador d'en Josep Sastre ein bekannter Aussichtspunkt auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera.
Auf dem öffentlichen Grundbesitz der Finca Público Galatzó führt ein ausgeschildertes Wegenetz von etwa 35 Kilometer Länge durch Olivenhaine und Kiefernwälder. Von der dortigen Wanderherberge, dem Refugi de Galatzó, sind auch Tagestouren auf den Puig de Galatzó und den Mola de s'Esclop möglich, von beiden Gipfeln lässt sich fast das gesamte Gemeindegebiet von Calvià überblicken.

Calvià verfügt über mehrere öffentliche und private Sportanlagen (Schwimmbäder, Golfplätze, Sporthäfen und Segelclubs, Tennisplätze, Reitanlagen, Fitness-Center u. a. m.). Das ganze Jahr über finden Sportereignisse statt, unter anderem Golfturniere, Marathonläufe (Halbmarathon Magaluf) und Radrennen (Trofeo Calvià).
Die Regata Rei en Jaume, eine jährlich im September abgehaltene Segelregatta, folgt der Route von König Jaume I., auf der dieser im Jahr 1229 vom spanischen Festland aus an die Küste von Calvià übersetzte und von dort die Eroberung der Insel begann.

Die meisten rund ums Jahr abgehaltenen Feste und Feierlichkeiten der Gemeinde haben einen historischen oder religiösen Hintergrund.
Das Dreikönigsfest ist das von den Kindern am meisten erwartete Fest. Wie überall in Spanien ist nicht an Heiligabend Bescherung, sondern am Dreikönigstag. Die Heiligen drei Könige ziehen in einem Umzug durch die Ortsteile Calviàs und bringen kleine Geschenke.
Am 17. und 20. Januar, den Tagen der Heiligen Antonius und Sebastian, werden in Calvià und anderen Orten auf Mallorca Feuer angezündet. Neben der Pfarrkirche von Calvià entzündet man die Alimara, ein großes Feuer, auf dem der Teufel verbrannt wird; ringsherum grillen die Einwohner auf Lagerfeuern Botifarrones und Sobrassada (mallorquinische Wurstspezialitäten). Dieser vor einigen Jahren wieder aufgenommene Brauch geht auf das Jahr 1652 zurück, dem Jahr, in dem die Bevölkerung Calviàs von der Pest verschont blieb - nach dem Volksglauben dank des Heiligen Sebastian.
Ein paar Tage vor Ostern feiert man in mehreren Ortsteilen Karneval. Es gibt Kostümwettbewerbe, einen Karneval für die Kleinen und einen für die Großen.
Nach den Ostern-Feierlichkeiten werden Ausflüge unternommen, an denen alle übrig gebliebenen Osterspeisen wie Panades (Teigtaschen), Robiols (mit Käse oder Thunfisch gefülltes Gebäck), oder Crespels (mallorquinisches Ostergebäck) miteinander geteilt werden.
Sant Joan Baptista (Johannes der Täufer) ist der Hauptheilige der Gemeinde. Zu seinen Ehren wird seit den 1950er Jahren am 24. Juni in der Pfarrkirche von Calvià ein Messe abgehalten. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen die über 75 Jahre alten Gemeindemitglieder: Sie werden von der Stadtverwaltung zu Mandeleis mit Schmalzgebäck (Ensaïmadas) eingeladen.
Das Fest von Sant Jaume findet am 25. Juli statt und ist das größte der Stadt Calvià. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene werden kulturelle und sportliche Veranstaltungen organisiert.
Anlass für das Ende August bis Anfang September abgehaltene mehrtägige Festival ist die Rückeroberung Mallorcas durch König Jaume I. Es wird seit 1929 gefeiert, als sich das historische Ereignis zum siebenhundertsten Mal jährte. Zum Rahmenprogramm gehören sportliche Wettkämpfe, ein mittelalterlicher Markt und Straßenumzüge.
Wochenmärkte gibt es in mehreren Ortsteilen.