

Candidus Bergmann OCist (* 28. Oktober 1645 in Oberlangheim; † 22. Juni 1690 in Vierzehnheiligen) war von 1689 bis 1690 Abt von Kloster Langheim.
Candidus Bergmann trat 1660 in die Zisterzienserabtei Langheim ein und legte hier 1661 seine Profess ab, bevor er 1664 die Priesterweihe empfing. Als Lektor für Philosophie und Theologie im Kloster galten seine Hauptinteressen der Wissenschaften, 1676 publizierte er im Kloster seinen Thesaurus Sapientiae Naturalis (Schatz natürlicher Weisheit):
Während zum Zeitpunkt des Todes seines Vorgängers Thomas Wagner das Kloster wegen der fortlaufenden Auseinandersetzung um dessen postulierten reichsfreien Status von fürstbischöflich-bambergischen Truppen besetzt war, wurde er am 3. November 1689 aufgrund seiner wissenschaftlichen Reputation zum Abt gewählt, eine Wahl, die er nur auf Drängen der Konventualen annahm. Am 12. November 1689 bestätigte Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg Bergmanns Wahl zum Abt und belehnte ihn mit den Temporalien und Spiritualien.
Der Äbtekatalog des Klosters, das Langhemium claustrum Cistercij in Ordine ut Astrum, beschreibt seine Amtszeit mit den Worten:
Nach einem Abbatiat von kaum neun Monate (vix novem menses regimen tenebat) verstarb Abt Candidus am 22. Juni 1690 auf dem Weg nach Vierzehnheiligen an einem Schlaganfall.
Das persönliche Wappen von Abt Candidus zeigt über einem blauen See einen Schwan und zwei gegenständige Monde.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Thomas Wagner | Abt von Kloster Langheim 1689–1690 | Gallus Knauer |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bergmann, Candidus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Abt des Zisterzienser-Ordens |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1645 |
| GEBURTSORT | Oberlangheim |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1690 |
| STERBEORT | Vierzehnheiligen |