
Captain Morgan ist eine Rummarke von Diageo, die nach dem walisischen Freibeuter Henry Morgan benannt ist. Die wichtigsten Abnahmemärkte sind die Vereinigten Staaten, Kanada, das Vereinigte Königreich, Deutschland und Südafrika. Hauptsächlich wird Captain Morgan als „Spirituose auf Rum basierend“ verkauft, was daran liegt, dass der Alkoholgehalt unter 37,5 % liegt, Aromen zugesetzt werden und somit z. B. Captain Morgan Spiced Gold kein echter Rum ist, sondern vielmehr als Szenegetränk anzusehen ist.
1944 begann Seagram mit der Produktion von Rum unter dem Namen Captain Morgan Rum Company.
Seagram-CEO Samuel Bronfman kaufte eine Brennerei namens Long Pond von der jamaikanischen Regierung. Unter den Käufern des rohen Rums der Long-Pond-Brennerei war eine Apotheke aus Kingston namens Levy Brothers. Die Levy-Familie kaufte rohen Rum, um Kräuter und Gewürze hinzuzufügen sowie den Rum reifen zu lassen und in Flaschen abzufüllen. Bronfman gefiel dieser fertige Rum so sehr, dass er die Vertriebsrechte erwarb. Als Seagram im Jahr 2000 von Vivendi für 34 Milliarden US-Dollar geschluckt wurde, veräußerte der neue Besitzer alle noch verbliebenen Spirituosen- und Wein-Sparten mitsamt den Namensrechten für 8,1 Milliarden US-Dollar an Pernod Ricard und Diageo.
2004 gehörte Captain Morgan mit ca. 54 Mio. Litern zu den meistverkauften Rumsorten der Welt. 2005 wurde die Produktion des Overproof 73 % Vol Black Label eingestellt. Verwendet wurde er als hochprozentige Zutat für Shooter wie den B52. 2010 wurde Captain Morgan auch in Deutschland massiv im Fernsehen mit dem Slogan „Got a little Captain in you?“ beworben.