
Frederik Carl Vilhelm Caroc (* 25. November 1811 in Kopenhagen, Dänemark; † 20. September 1882 ebenda) war ein dänischer Generalmajor. Er erlangte besondere Bedeutung als Direktor des militärischen Vermessungswesens und als Truppenführer in den Kriegen um Schleswig-Holstein.
Caroc war der Sohn von Herman Alexander Caroc (1784–1827), einem Kapitän (Hauptmann) des Ingenieurkorps, und dessen Frau Johanne Marie (geb. Schultz). Der dänische Departementschef Christian Caroc (1823–1910) war sein Bruder. Er trat 1826 als Landkadett in die dänische Armee ein und wurde 1828 Sekondleutnant. Von 1832 bis 1835 absolvierte er die Ausbildung an der neu gegründeten Königlichen Militärhochschule. Seine frühe Karriere war durch Stabsverwendungen geprägt: 1836 wurde er Adjutant im Generalquartiermeisterstab, 1839 Adjoint (Assistent) im Generalstab und 1842 Kapitän.
Zu Beginn des Krieges von 1848–1851 diente Caroc, der sich bereits einen Namen als Topograf gemacht hatte, als Stabschef des Flankenkorps unter General Frederik Adolph Schleppegrell. Im Juli 1848 wurde er zum Major befördert.
In den folgenden Kriegsjahren leitete er die Topografieabteilung des dänischen Heeres. In dieser Funktion erstellte er eine Reihe strategisch wichtiger Karten der Kriegsschauplätze. 1850 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Auch nach dem Friedensschluss blieb er dem Vermessungswesen treu und wurde 1852 zum Direktor des topografischen Dienstes ernannt. 1856 folgte die Beförderung zum Oberst im Generalstab.
Unter seiner Leitung entwickelte sich das militärische Kartenwesen in Dänemark maßgeblich weiter. Er initiierte zudem die Einrichtung moderner Diensträume im alten Proviantgården in Kopenhagen (1862/63).
1862 war er mit dem Kommandeurkreuz des Dannebrogordens ausgezeichnet worden.
Kurz vor Kriegsausbruch 1863 zum Generalmajor befördert, übernahm Caroc 1864 das Kommando über die Infanteriereserve. Nach der Räumung des Danewerks gehörte seine Einheit (das 8. und 15. Regiment) zur Besatzung der Düppeler Schanzen.
Nachdem Generalmajor Ernst Wilster am 8. März verwundet worden war, übernahm Caroc Ende März das Kommando über die 3. Division mit Hauptquartier in Middelfart. Am 27. Juni 1864 trat er jedoch auf eigenen Wunsch von seinem Kommando zurück, da es zu schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Oberbefehlshaber über die Versorgung der Truppen gekommen war. Er kehrte nach Kopenhagen zurück und leitete erneut den topografischen Dienst, bevor er im Dezember 1864 aus dem Militärdienst ausschied.
Nach seiner militärischen Karriere wandte sich Caroc der Wirtschaft und Kommunalpolitik zu. 1870 wurde er Vorstandsvorsitzender der Lebensversicherungs- und Versorgungsanstalt von 1842. Von 1859 bis 1870 war er darüber hinaus gewählter Bürgerrepräsentant (dänisch: borgerrepræsentant) in Kopenhagen.
Caroc heiratete am 2. November 1839 Clara Augusta Resch (1818–1885). Sein Sohn Gustav Caroc schlug ebenfalls eine Laufbahn im öffentlichen Dienst ein. Frederik Caroc verstarb 1882 und wurde auf dem Garnisonsfriedhof in Kopenhagen beigesetzt.
Caroc ist auf dem Gemälde „Danske Troppers Indrykning i Flensborg 1848“ von F.C. Lund aus dem Jahr 1885 dargestellt. Es existiert außerdem eine Holzschnittzeichnung und ein Foto von Peter Most.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Caroc, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Caroc, Frederik Carl Vilhelm; Caroc, F. C. V. |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Generalmajor und Kartograf |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1811 |
| GEBURTSORT | Kopenhagen, Dänemark |
| STERBEDATUM | 20. September 1882 |
| STERBEORT | Kopenhagen, Dänemark |