Carl Ferdinand Adam

Carl Ferdinand Adam (auch: Karl Ferdinand Adam; * 22. Dezember 1806 in Constappel, Erbamt Meißen, Königreich Sachsen; † 23. Dezember 1868 in Leisnig, Königreich Sachsen) war ein deutscher Musikpädagoge, Kantor, Chorleiter und Komponist.

Leben

Carl Ferdinand Adam war der Sohn eines Lehrers und Organisten. Er wurde auf Schloss Schleinitz gemeinsam mit dem einzigen Sohn des Kammerherrn von Zehmen erzogen. Im Alter von zwölf Jahren besuchte er die Kreuzschule in Dresden. Hier erhielt er Gesangs- und Klavierunterricht unter anderem von Heinrich Marschner. Danach studierte er an der Universität Leipzig Rechtswissenschaft. Das Rechtsstudium brach er ab, um Musik zu studieren. Christian Theodor Weinlig war einer seiner Lehrer. Nach abgeschlossenem Musikstudium ließ er sich zunächst als Musiklehrer in Dresden nieder. Am 2. Juli 1834 wurde Adam zum Direktor des kurz zuvor gegründeten Dresdner Männergesangverein Orpheus gewählt. 1842 gründete er mit Julius Otto den Dresdner Liederkranz. Ab 1844 war er Kantor und Musikdirektor in Leisnig. Hier gründete er am 13. Januar 1845 den Männerchor Liederkranz, den er neun Jahre lang leitete.

Werke (Auswahl)

Carl Ferdinand Adam schrieb viele Stücke für Männerchor. Sein bekanntestes und heute noch populäres Werk ist das Abendlied: Abend wird es wieder für fünfstimmigen Männerchor. Daneben schrieb er Lieder, Klavierstücke und Variationen, aber auch Kantaten und kleine Oratorien.

Gedenktafel am Wohnhaus Adams in Leisnig

Gedenken

Denkmal Carl Ferdinand Adams in Leisnig

In Constappel wurde am Schulhaus, dem Geburtshaus Adams, eine Gedenktafel angebracht. 1909 wurde in Leisnig ein Denkmal errichtet. Auch am Wohnhaus Adams am Kirchplatz 4 in Leisnig befindet sich eine Gedenktafel.

Literatur

Commons: Carl Ferdinand Adam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Stadt Leisnig: Stadt Leisnig – Carl Ferdinand Adam (1806 – 1865). Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2018; abgerufen am 7. Januar 2018.
  2. 1 2 3 4 Robert Mustol: Drei unbekannte Komponisten. In: Anton August Naaff (Hrsg.): Die Lyra. Band 11, Nr. 12. Wien 15. März 1888, S. 109.
  3. ↑ SLUB Dresden: Der Dresdner Männergesangverein Orpheus nach seinem 30 jährigen Bestehen. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  4. ↑ Louis Kindscher: Carl Ferdinand Adam: Sechs vierstimmige Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Bass op. 4. In: Gustav Bock (Hrsg.): Neue Berliner Musikzeitung. Band 11, Nr. 9. Ludwig, Berlin 25. Februar 1857, S. 66 (archive.org [abgerufen am 7. Januar 2018]).
  5. ↑ Sechs Lieder von Uhland, Hoffmann v. Fallersleben u. Möricke für vier u. fünf Männerstimmen opus 5 /. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  6. ↑ 6 Lieder for Mens' Voices, Op.5 (Adam, Carl Ferdinand) - IMSLP/Petrucci Music Library: Free Public Domain Sheet Music. Abgerufen am 7. Januar 2018 (englisch).
  7. ↑ Gedichte eines Lebendigen für Männerchor oder Quartettgesang; opus 6 /. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  8. 1 2 3 4 5 Carl Ferdinand Adam. In: Fr. Pazdirek (Hrsg.): The Universal Handbook of Musical Litterature. Verlag des Universal - Handbuch der Musikliteratur, Pazdírek & Co. KG, Wien, S. 76.
  9. ↑ Gedenktafel für Carl Ferdinand Adam (22.12.1806-23.12.1867). In: Deutsche Fotothek. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  10. ↑ Adam, Karl Ferdinand. In: Theodore Baker (Hrsg.): Baker’s Biographical Dictionary of Musicians. 3. Auflage. G. Schirmer, New York/Boston 1919, S. 4 (archive.org [abgerufen am 7. Januar 2018]).
Personendaten
NAME Adam, Carl Ferdinand
ALTERNATIVNAMEN Adam, Karl Ferdinand
KURZBESCHREIBUNG deutscher Musikpädagoge, Kantor, Chorleiter und Komponist
GEBURTSDATUM 22. Dezember 1806
GEBURTSORT Constappel, Königreich Sachsen
STERBEDATUM 23. Dezember 1868
STERBEORT Leisnig, Königreich Sachsen