Carl Gause (* 14. Mai 1851 in Berlin; † 29. August 1907 in Charlottenburg; vollständiger Name: Gustav Georg Carl Gause) war ein deutscher Architekt.



Carl Gause war ein Sohn des Ratsmaurermeisters Gustav Gause (1821–1899). Er studierte ab 1870 an der Berliner Bauakademie und arbeitete nach der ersten Staatsprüfung ab 1874 als Regierungs-Bauführer zunächst im Staatsdienst. In dieser Funktion war er am Bau der deutschen Gesandtschaft in Konstantinopel und beim Bau des Eisenbahndirektionsgebäudes in Kassel beteiligt. 1878 wurde er Regierungs-Baumeister und arbeitete zwei Jahre beim Polizeipräsidium in Berlin. 1880 schied er aus dem Staatsdienst aus und arbeitete nun zusammen mit seinem Vater Gustav Gause im Baugeschäft G. & C. Gause in der Neuen Königstraße 41, ab 1890 mit Robert Leibnitz, der 1901 sein Teilhaber wurde. Bei den anschließend von der Firma G. & C. Gause errichteten Bauten, ist nicht immer genau zu ermitteln, welchen Anteil Carl Gause und Robert Leibnitz jeweils an den Entwürfen hatten. 1902 wurde ihm der Charakter als Baurat verliehen. Er schuf mehrere bekannte Hotelbauten, so etwa das Hotel Savoy in der Friedrichstraße in Berlin. Den Bau des Hotels Adlon, das er geplant hatte, erlebte er nicht mehr. Gause ist auf dem Georgen-Parochial-Kirchhof I auf dem Prenzlauer Berg begraben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gause, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Gause, Gustav Georg Carl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1851 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 29. August 1907 |
| STERBEORT | Berlin |