Karl Ludolf Griesbach

Carl Ludolf Griesbach (vor 1903)

Karl Ludolf Griesbach, auch Carl Ludolph Griesbach, (* 11. Dezember 1847 in Wien; † 13. April 1907 in Graz) war ein britischer Paläontologe und Geologe.

Leben

Sein Vater war der Engländer Karl Griesbach und seine Mutter Sarah Wigge. Griesbach arbeitete 1867/68 für die österreichische geologische Landesaufnahme und leitete 1869/70 eine deutsche wissenschaftliche Expedition nach Portugiesisch-Ostafrika (Mosambik) und im benachbarten Natal. Seit 1871 war er in London und ab 1878 beim Geological Survey of India tätig.

Griesbach war dem 6. Bataillon der Royal Fusiliers beigetreten, bei denen er es zum Oberstleutnant (Lt. Colonel) brachte. 1880 war er im Sonderauftrag im 2. Anglo-Afghanischen Krieg (Schlacht von Girishk, Schlacht von Maiwand und zur Belagerung von Kandahar) eingesetzt. 1882/83 hielt Griesbach sich in Hundes, Spiti und im Garhwal Himalaya auf. 1869 heiratete er die Engländerin Emma Griesbach, Tochter des Pfarrers W. R. Griesbach in Millington, Yorkshire.

Von 1884 bis 1886 war er Geologe in der afghanischen Grenzkommission und 1888/89 als Geologe für den Emir von Afghanistan Abdur Rahman Khan tätig. Zwischen 1894 und 1903 stand Griesbach als Direktor dem Geological Survey of India vor.

Mitgliedschaften und Ehrungen

Edward Timothy Tozer benannte das Griesbachium nach ihm.

Griesbach war zeitweilig Korrespondent der k. k. geologischen Reichsanstalt.

Schriften

Literatur

Belege

  1. ↑ Helmuth Zapfe: Index Palaeontologicorum Austriae (= Catalogus fossilium Austriae. Heft 15). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1971, S. 39 (zobodat.at [PDF; 346 kB]).
Personendaten
NAME Griesbach, Karl Ludolf
ALTERNATIVNAMEN Griesbach, Carl
KURZBESCHREIBUNG britischer Geologe
GEBURTSDATUM 11. Dezember 1847
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 13. April 1907
STERBEORT Graz