Carl Hierholzer

Carl Hierholzer (* 2. Oktober 1840 in Freiburg im Breisgau; † 13. September 1871 in Karlsruhe) war ein deutscher Mathematiker.

Leben

Hierholzer studierte Mathematik am Polytechnikum in Karlsruhe, wo er der Burschenschaft Teutonia beitrat. Er wurde 1865 in Heidelberg bei Otto Hesse promoviert. Er habilitierte sich 1870 am Polytechnikum mit der Habilitationsschrift Ueber Kegelschnitte im Raum, die auch in den Mathematischen Annalen veröffentlicht wurde, und war anschließend Privatdozent am Polytechnikum.

Posthum erschien die Arbeit Über die Möglichkeit, einen Linienzug ohne Wiederholung und ohne Unterbrechung zu umfahren, die aus dem Gedächtnis von Christian Wiener unter Mithilfe von Jacob Lüroth in Karlsruhe im Dezember 1871 aufgeschrieben und 1873 veröffentlicht wurde. In ihr wird der Euler-Hierholzer-Satz bewiesen. Er gilt als erste vollständige Charakterisierung der eulerschen und semieulerschen Graphen in der Graphentheorie. Hierauf beruht auch der nach ihm benannte Algorithmus, der Algorithmus von Hierholzer, mit dem man in einem eulerschen bzw. semieulerschen ungerichteten Graphen einen Eulerkreis bzw. einen eulerschen Weg bestimmen kann.

Schriften

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Liste der Promotionen an der Universität Heidelberg, lfd. Nr. 12 (Memento vom 2. Februar 2012 im Internet Archive)
  2. ↑ Karl Hierholzer im Mathematics Genealogy Project (englisch) abgerufen am 22. Januar 2025.
Personendaten
NAME Hierholzer, Carl
ALTERNATIVNAMEN Hierholzer, Karl Fridolin Bernhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mathematiker
GEBURTSDATUM 2. Oktober 1840
GEBURTSORT Freiburg im Breisgau
STERBEDATUM 13. September 1871
STERBEORT Karlsruhe