Carl Joseph Geiger (* 14. Dezember 1822 in der Alservorstadt; † 19. Oktober 1905 in Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Illustrator.
Geigers war ein unehelicher Sohn von Theresia Geiger (1797–1870), ein Neffe der Kupferstecher Andreas (der Jüngere) und Johann Geiger (1801–1870), sowie ein Enkel des Schabkünstlers Andreas Geiger.
Er begann 1835 im Alter von 13 Jahren ein Studium an der Wiener Kunstakademie und wurde ein Schüler der Historienmaler Leopold Kupelwieser und Joseph von Führich, dessen Richtung er zunächst folgte. Er begann als Buchillustrator zu arbeiten und fertigte, zumeist im Auftrag der Stadt Wien, auch Ehrenbürgerdiplome, Huldigungs-, Jubiläums- und Glückwunschadressen, Urkunden- und Titelblätter an, oder betätigte sich als Emeillemaler und als Restaurator von Fresken.
Geiger schuf insbesondere allegorisierenden, die Macht des Christentums darstellende Gemälde. Für das Wiener Burgtheater stellte er Grisaillen mit Darstellungen von Kindern an. Er erhielt Aufträge vom Kaiserhaus und aus dem Wiener Hochadel. Er stellte für Kaiser Franz Joseph Aquarelle zu Joseph Haydns Die Jahreszeiten, zu Mozarts Don Juan, zu den Liedern Franz Schuberts, oder Carl Maria von Webers Der Freischütz herstellte. Er fertigte eine Illustration für Des Pfarrers Tochter von Taubenhain von Gottfried August Bürger und eine Radierung „Zum Ruhme Österreichs“. Ein Aquarell mit einer Darstellung von Romeo und Julia kam in die Wiener Gemäldegalerie. Außerdem lieferte Geiger viele Vorlagen (Zeichnungen) für Holzschnitte anderer Künstler. Er wirkte in den Jahren 1851 bis 1853 als provisorischer Lehrer der Elementarzeichnungs- und Modellierschule und war von 1853 bis 1865 Professor der Malerei an der Vorbereitungsschule der Akademie. In der Kunstausstellung anlässlich des Jubiläums der Wiener Künstler-Genossenschaft, die 1898 anlässlich zum 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs im Künstlerhaus veranstaltet wurde, waren auch zwei von Geiger zur kaiserlichen Silberhochzeit im Jahr 1879 hergestellte Adress-Urkundenblätter gezeigt.


Zu den Auftragsarbeiten in öffentlichen Gebäuden gehörten:
Am 2. Februar 1852 heiratete Geiger Aloisia (geborene Popowitsch, * 2. Februar 1832 – 25. August 1915) mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.
Im Alter von beinahe 83 Jahren starb Geiger 1905 in Wien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Geiger, Carl Joseph |
| ALTERNATIVNAMEN | Geiger, Karl Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Maler und Illustrator |
| GEBURTSDATUM | 14. Dezember 1822 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 19. Oktober 1905 |
| STERBEORT | Wien |