Carl Mannesmann (* 2. Oktober 1861 in Remscheid; † 28. März 1950 ebenda) war ein deutscher Erfinder und Industrieller.

Carl Mannesmann wurde am 2. Oktober 1861 in Remscheid geboren. Seine Eltern waren der Werkzeugfabrikant Reinhard Mannesmann (1814–1894) und seine Frau Klara Rocholl (1834–1910). Er hatte fünf Brüder: Reinhard (1856–1922), Max (1857–1915), Alfred (1859–1944), Robert (1865–1913) und Otto-Felix (1874–1916) sowie fünf Schwestern. Carl Mannesmann war mit Emilie Rosalie Luckhaus (1881–1966) verheiratet und hatte vier Kinder. Sein Vetter war Fritz Koegel.
Carl Mannesmann ging in Lennep zur Schule und studierte anschließend Physik und Chemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Hüttenkunde an der Bergakademie Berlin, ohne diese Studien formal abzuschließen. Parallel zu den Studien unterstützte er seine Brüder Reinhard und Max bei der Entwicklung der Herstellung von nahtlosen Rohren (Mannesmann-Verfahren).
Carl Mannesmann hat wie seine Brüder im Laufe der Jahre viele Positionen in dem Unternehmensgeflecht bekleidet. Er war u. a.
Er baute ab 1894 im Auftrag des Unternehmens in den USA ein Vertriebsnetz auf und war an der Gründung der Mannesmannröhren-Werke in Waterbury und in Adams beteiligt. Das Engagement in den USA war jedoch nicht erfolgreich und wurde wieder eingestellt.
Nachdem seine Brüder Reinhard, Max, Robert und Otto verstorben waren, leitete Carl teilweise zusammen mit Alfred und Marie Luise Eigen, der Witwe von Bruder Reinhard, die Unternehmen und gründete auch neue Unternehmen.
1924 ernannte die TH Aachen ihn zum Dr.-Ing. ehrenhalber für seine „Verdienste als Pionier deutscher Technik und deutschen Unternehmergeistes im Auslande“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mannesmann, Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1861 |
| GEBURTSORT | Remscheid |
| STERBEDATUM | 28. März 1950 |
| STERBEORT | Remscheid |