Carl Moritz Mirus (* 2. Oktober 1800 in Leisnig; † 19. April 1873 ebenda) war ein sächsischer Jurist und Politiker.
Moritz Mirus war der erste (und einzige überlebende) Sohn des Advokaten und Gerichtsbeamten Benjamin Ehrenfried Mirus (1764–1840) und seiner Ehefrau Henriette Charlotte geb. Pietzsch († 1845) in Leisnig. Nach erhaltenem Privatunterricht und dem Besuch der Landesschule Pforta von Juli 1813 bis März 1819 studierte Mirus ab 1819 an der Universität Leipzig die Rechtswissenschaften. Mit der Schrift De reservato rustico erlangte er 1828 dort den Doktorgrad Dr. jur. Er ließ sich 1826 als Advokat in seiner Geburtsstadt Leisnig nieder. Später wurde er dort zum Direktor von Patrimonialgerichten berufen und war auch als Notar tätig. Von 1833 bis 1848 hatte er das Amt des Bürgermeisters der Stadt inne. Als solcher war Mirus von 1845 bis 1848 vom König zum Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung bestimmt. Er wurde 1872 Ritter des Albrechts-Ordens.
Mirus war mit Albertine geb. Wapler (1805–1870) verheiratet. Der sächsische Hofrat, Rechtsanwalt und Notar Karl Adolf Mirus (1829–1907) und der Architekt und Dresdner Ratsmaurermeister Karl Adalbert Mirus (1837–1911) waren Söhne des Ehepaars.
| Personendaten | |
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| NAME | Mirus, Carl Moritz |
| KURZBESCHREIBUNG | sächsischer Jurist und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1800 |
| GEBURTSORT | Leisnig |
| STERBEDATUM | 19. April 1873 |
| STERBEORT | Leisnig |