1896 ließ er sich in Düsseldorf nieder. Dort wurde er Mitglied, später Archivar und Vorsitzender des Künstlervereins Malkasten, außerdem Mitglied des Vereins zur Veranstaltung von Kunstausstellungen sowie als Nachfolger von Hermann Carl Hempel Leiter der Kunsthalle. In diesen Funktionen organisierte er neben seiner Tätigkeit als Porträtmaler Kunstausstellungen. Ende 1934 ging Murdfield als Geschäftsführer der Kunsthalle in den Ruhestand und wurde durch den Maler Fred Kocks abgelöst. Darüber hinaus betätigte er sich in den Jahren 1919 bis 1924 für die Deutsche Zentrumspartei als Stadtverordneter im Rat der Stadt Düsseldorf. Zu den Persönlichkeiten, die Murdfield mit Porträts beauftragten, gehörten der Erzbischof Hubert Theophil Simar und der Düsseldorfer Oberbürgermeister a.D. Ludwig Hammers.
Am 19. April 1898 heiratete er Bertha Offenberg (1874–1919), die Tochter des Bergrats Ludwig Offenberg (1830–1879), die die Tochter Johanna gebar. Die Malerin Gisela Baur-Nütten (1886–1981), die um 1906 den Maler Albert Baur den Jüngeren heiratete, war in den 1900er Jahren eine Privatschülerin Murdfields.
In den 1920er Jahren entwarf Murdfield das Kriegerdenkmal auf der Hünenburg, das 1926/1927 als Kriegerdenkmal für im Ersten Weltkrieg gefallene Soldaten aus grobbehauenen Blöcken Ibbenbürener und Baumberger Sandsteins auf dem Thieberg in Rheine errichtet wurde. Dies ist sein einzig bekanntes Werk auf dem Feld der Architektur. Murdfield starb 1944 nach kurzer Krankheit in Unterjoch (Allgäu), wo er auf dem Bergfriedhof bestattet ist.
Schriften
Malkasten-Anekdoten und Künstler-Erinnerungen. Schwann, Düsseldorf 1927.
Johanna Clostermann: Erinnerungen an meinen Vater, den Maler Carl Murfield (1868–1944). In: Rheine, gestern, heute, morgen, 16. Ausgabe (1986), Heft 1, S. 6–13.
Christiane Kerrutt: Carl Murdfield (1868–1944). Ein Maler aus Rheine – Leben und Werk. In: Rheine, gestern, heute, morgen, 47. Ausgabe (2001), Heft 1, S. 7–61.
Sabine Schroyen: In Erinnerung an den „lebenden Chronisten“. Carl Murdfield und der Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten. In: Rheine, gestern, heute, morgen. 47. Ausgabe (2001), Heft 1, S. 62–71.
↑„Der langjährige und verdiente Geschäftsführer Maler Carl Murdfield, der infolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand trat, wurde durch den Maler Kustos F. Kocks abgelöst.“ – Vgl. Abschnitt „Gesellschaft zur Förderung der Düsseldorfer bildenden Kunst“. In: Verwaltungs-Bericht der Stadt Düsseldorf für den Zeitraum vom 1. April 1933 bis 31. März 1936. Düsseldorf [1937], S. 36 (uni-duesseldorf.de)