Carl Struckmann

Karl Eberhard Friedrich Struckmann (auch: Carl Eberhard Friedrich Struckmann; * 16. März 1833 in Osnabrück; † 23. Dezember 1898 in Hannover) war ein deutscher Amtsrat sowie Hobbygeologe und -paläontologe.

Leben

Geboren in Osnabrück zur Zeit des Königreichs Hannover, forschte der Amtsrat Carl Struckmann privat insbesondere in und um Hannover und bis in das Weserbergland. Für seine Grabung wählte er bevorzugt den damaligen Kalk-Steinbruch am Lindener Berg im ehemaligen Dorf Linden, den Tönniesberg, die Gegend rund um das Dorf Ahlem bis hin zu Lauenstein am Ith. Die Fundstücke des Sammlers, seine Fossilien-Sammlung, finden sich heute im Niedersächsischen Landesmuseum: Einige Tausend von Struckmann beschriftete Fossilien im Archiv des Landesmuseums in der Fössestraße, ein kleiner Teil davon auch in einer Dauerausstellung im Küchengartenpavillon auf dem Lindener Berg. Dort – im ehemaligen Kalksteinbruch – selbst nach den Jahrmillionen alten versteinerten Zeugnissen früheren Lebens zu suchen, hat wenig Aussicht auf Erfolg: An Stelle des Steinbruchs findet sich heute das Lindener Stadion.

Carl Struckmann erforschte unter anderem auch die Einhornhöhle im Harz; in der dortigen Struckmann-Grotte, einer Nebenhöhle des Weißen Saals der Höhle, wurde später eine Bronzetafel zur Erinnerung angebracht.

1881 wurde Carl Struckmann zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Ehrungen

August von Strombeck benannte 1858 ihm zu Ehren die triassische Muschel Myophoria struckmanni.

Die Landeshauptstadt Hannover ehrt den Geologen seit 1978 posthum mit der Namensgebung der im Stadtteil Davenstedt nördlich der Droehnenstraße angelegten Straße Struckmannhof.

Weitere Archivalien

An Archivalien von und über Carl Struckmann findet sich beispielsweise

Schriften (Auswahl)

Literatur

Medienecho

Einzelnachweise

  1. 1 2 Struckmann, Karl Eberhard Friedrich in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Bearbeitung vom 5. Mai 2011, zuletzt abgerufen am 12. Mai 2016
  2. ↑ Torsten Bachman: Linden. Streifzüge durch die Geschichte, Erfurt: Sutton Verlag, 2012, ISBN 978-3-95400-112-5, S. 10; online über Google-Bücher
  3. ↑ Die Einhornhöhle bei Scharzfeld am Harz. Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz, abgerufen am 18. Oktober 2020.
  4. ↑ Mitgliedseintrag von Carl Struckmann bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 13. Mai 2016.
  5. ↑ August von Strombeck: Ueber das Vorkommen von Myophoria (Trigonia, Lyriodon) pes anseris SCHLOTH. sp. Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 10, 1858, S. 80–87
  6. ↑ Helmut Zimmermann: Struckmannhof, in ders.: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 238
  7. ↑ online abrufbar