Carl von Winterfeld
Herkunft
Seine Eltern waren Karl Friedrich Gotthilf von Winterfeldt (* 17. Mai 1757; † 14. September 1824), Erbherr auf Menkin und Wollschow, und dessen Ehefrau Sophie Elisabeth Helene Wilhelmine von Köhler (* 28. März 1754; † 13. April 1821).
Familie
Er heiratete Wilhelmine von Thümen (* 20. Juni 1789 in Potsdam; † 1. November 1845 in Berlin). Das Paar hatte mehrere Kinder, darunter:
- Si(e)gismund Karl Wilhelm August (* 5. Februar 1827 in Breslau; † 11. Januar 1859 in Berlin), kgl. preuß. Assessor, Leutnant d. Landwehr, ⚭ 1857 m. Emilie Bruch-Clarus (Schweiz), k. Kinder; Patenonkel Hoffmann von Fallersleben
- Rudolf Friedrich Detlof Vivigenz von Winterfeldt (* 22. März 1829; † 23. Juli 1894), Gen. d. Inf. u. Schatzmeister d. Johanniterordens, ⚭ Pauline von Roeder (* 5. Januar 1845; † 15. August 1914); sie ⚭ II (1896) Friedrich Johann Graf von Alvensleben
- Hans (* 1862 in Berlin), Stabs-Offizier, verheiratet m. Karoline von Bohlen und Halbach, zwei Kinder
- Margarete Emma Helene (* 1864 in Berlin; † 1873 in Berlin)
- Detlof von Winterfeldt (* 1867 in Berlin; † 1940 in Berlin), Stabs-Offizier, Militärattaché, zul. General verheiratet m. Marianne Freiin von Rotenhan, drei Kinder
- Sigismund (* 1869 in Berlin; †), Kunstmaler, Reserve-Offizier, Ehrenritter d. Johanniterordens
Schriften
- Johannes Pierluigi von Palestrina. Seine Werke und deren Bedeutung für die Geschichte der Tonkunst. Mit Bezug auf Baini's neueste Forschungen dargestellt. Georg Philipp Aderholz, Breslau 1832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10600243-5 (über Giovanni Pierluigi da Palestrina).
- Johannes Gabrieli und sein Zeitalter. Zur Geschichte der Blüthe heiligen Gesanges im sechzehnten, und der ersten Entwickelung der Hauptformen unserer heutigen Tonkunst in diesem und dem folgenden Jahrhunderte, zumal in der Venedischen Tonschule. Schlesinger’sche Buch- und Musikhandlung, Berlin 1834 (über Giovanni Gabrieli; Teil 1 – Internet Archive; Teil 2 – Internet Archive; Teil 3 (Notenanhang) – Internet Archive).
- Dr. Martin Luthers deutsche geistliche Lieder nebst den während seines Lebens dazu gebräuchlichen Singweisen und einigen mehrstimmigen Tonsätzen über dieselben, von Meistern des sechzehnten Jahrhunderts. Hrsg. als Festschrift für die vierte Jubelfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst von C. v. Winterfeld. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1840, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10496496-8 (Scan in der Google-Buchsuche).
- Der evangelische Kirchengesang und sein Verhältniss zur Kunst des Tonsatzes. Leipzig 1843–47.
- Zur Geschichte heiliger Tonkunst. Eine Reihe einzelner Abhandlungen. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1850–52.
- Band 1. 1850, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10271195-3 (Scan in der Google-Buchsuche).
- Band 2. 1852, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10599772-4 (Scan in der Google-Buchsuche).
- Band 1 und 2 in einem Band, dazwischen ein Vortrag: Ueber den Einfluß der gegen das sechzehnte Jahrhundert hin allgemeiner verbreiteten und wachsenden Kunde des klassischen Alterthums auf die Ausbildung der Tonkunst. Vortrag, gehalten in dem Verein für Kunde des Mittelalters am 22. Novbr. und 20. December 1849, S. 405–466 (Scan in der Google-Buchsuche).
Literatur
- Robert Eitner: Winterfeld, Karl von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 490–492.
- Bernhard Stockmann: Winterfeld, Carl Georg Vivigens von. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians. 2. Auflage. Hrsg. von Stanley Sadie. Macmillan, London 2001, ISBN 0-333-60800-3.
- Ruth Engelhardt: WINTERFELD, Carl Georg August Vivigens von. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 1408–1412 (Artikel/Artikelanfang im Internet-Archive).
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Fünfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 920 f.
- Robert Eitner: Winterfeld, Karl von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 490–492.