Carla Meyer-Rasch

Carla Meyer-Rasch, früherer Name Carola Cäcilie Hedwig Meyer oder Carla Meyer (* 22. November 1885 in Celle; † 2. März 1977 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin, Kunstsammlerin, Erzählerin und Heimatforscherin. Die Ehrenbürgerin Celles galt als „Grande Dame“ der Stadt.

Leben

Robert-Meyer-Platz 1 in Celle, ehemals Großer Plan 1; Geburtshaus von Carla Meyer-Rasch

Carla Meyers Eltern waren der Jurist Gustav Meyer und dessen Ehefrau Hanna. Sie besuchte die höhere Mädchenschule und anschließend ein Mädchenpensionat in Thüringen. In München lernte sie am „Lehr- und Versuchs-Atelier für freie und angewandte Kunst“, einer reformorientierten Kunstschule, bevor sie 1914 nach Celle zurückkehrte. Im Ersten Weltkrieg leitete sie ein Soldatenheim in Wilna. Nach dem Tod des Vaters zog Carla Meyer nach Berlin, wo sie erste Artikel und Gedichte verfasste, so zum Beispiel für die Zeitschrift „Daheim“.

In der Weltwirtschaftskrise 1929 verlor Carla Meyer ihr Aktienvermögen und musste nach Celle zurückkehren. 1931 wurde sie freie Mitarbeiterin der Celleschen Zeitung. Sie war Mitglied der Celler Frauenkultur, aus der heraus sie ihre Inszenierungen Celler Modenspiele entwickelte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte sie zahlreiche heimatgeschichtliche Schriften unter ihrem Pseudonym Carla Meyer-Rasch. 1973 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Celle ernannt. Carla Meyers Grab befindet sich auf dem Neuenhäuser Friedhof in Celle.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Angaben nebst Querverweisen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. 1 2 3 o. V.: Meyer-Rasch, Carla (Pseud.) in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 8. April 2015, zuletzt abgerufen am 28. Februar 2020
  3. 1 2 3 RWLE Möller, Bernd Polster, Ira Sarma: Carla Meyer-Rasch, in dies.: Celle. Das Stadtbuch. ES, Bonn 2003, ISBN 3-00-012605-8, S. 176
  4. ↑ Cosima_Bellersen_Quirini: Carla Meyer-Rasch (1885–1977). In: Dies.: Celler Frauen. Historische Lebensbilder aus der Residenzstadt und dem Celler Land. Bast Medien GmbH, Überlingen 2025, ISBN 978-3-911514-04-0, S. 19–26.
  5. ↑ Rezension: Reinhard Rohde: Hitler-Bewunderung und Antisemitismus. Celles Ehrenbürgerin Carla Meyer-Rasch. Bertrams Buch zeigt ihre Hitler-Bewunderung und ihren Antisemitismus. In: celle-im-nationalsozialismus.de. www.celle-im-nationalsozialismus.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2020; abgerufen am 28. Februar 2020.
  6. ↑ Mijndert Bertram: "... unsere große Zeit festzuhalten". In: celle-im-nationalsozialismus.de. www.celle-im-nationalsozialismus.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2020; abgerufen am 28. Februar 2020 (Aus: Celler Zeitung vom 2. März 2002).
Personendaten
NAME Meyer-Rasch, Carla
ALTERNATIVNAMEN Meyer, Carola Cäcilie Hedwig (vollständiger Name); Meyer, Carla (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin, Kunstsammlerin, Erzählerin, und Heimatforscherin
GEBURTSDATUM 22. November 1885
GEBURTSORT Celle
STERBEDATUM 2. März 1977
STERBEORT Celle