Carlo Frati

Carlo Frati (* 22. Februar 1863 in Bologna; † 28. Februar 1930 ebenda) war ein italienischer Bibliothekar, Romanist und Italianist.

Leben und Werk

Frati entstammte einer Bibliothekarsfamilie. Sein Vater Luigi war Leiter der Biblioteca comunale dell'Archiginnasio di Bologna. Carlo studierte in Bologna bei Giosuè Carducci und schloss 1886 ab mit der Arbeit Saggio di ricerche e studi sulla mitologia bestiaria mistica e sul "Physiologus" nelle letterature europee del medioevo. Er ging zum Weiterstudium nach Florenz, wählte aber nicht die Lehre, sondern die Bibliothekarslaufbahn. Diese führte ihn über folgende Stationen: Stadtbibliothek Bologna (1887), Biblioteca Casanatense in Rom (1889), Biblioteca Estense in Modena (1891), Biblioteca Universitaria di Bologna (1896), Biblioteca Nazionale di Torino (1904), Biblioteca San Giacomo in Neapel (1905), Biblioteca Marciana in Venedig (1905), Biblioteca Palatina in Parma (1915) und schließlich wieder die Universitätsbibliothek Bologna (1918). Er leitete diese Bibliothek von 1920 bis zu seinem Tod.

Frati ist vor allem bekannt für sein postum herausgegebenes bio-bibliografisches Lexikon der italienischen Bibliothekare und Bibliophilen (erschienen 1933).

Schriften

Literatur

Personendaten
NAME Frati, Carlo
KURZBESCHREIBUNG italienischer Bibliothekar, Romanist und Italianist
GEBURTSDATUM 22. Februar 1863
GEBURTSORT Bologna
STERBEDATUM 28. Februar 1930
STERBEORT Bologna