| Carolinenmonarch | ||||||||||||
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Carolinenmonarch (Myiagra oceanica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Myiagra oceanica | ||||||||||||
| Pucheran, 1853 |
Der Carolinenmonarch (Myiagra oceanica) ist eine Singvogelart aus der Familie der Monarchen (Monarchidae). Er ist auf den Chuuk-Inseln in den Karolinen endemisch.
Mit einer Körperlänge von 15 cm ist der Carolinenmonarch ein eher kleiner Vertreter der Monarchen-Familie. Bei Erregung richtet er seine Federhaube auf.
Das Männchen ist auf der Oberseite dunkel graubraun gefärbt. Scheitel und Haube sind dunkler und bläulich glänzend, die Zügel sind matter und heller. Kinn und Kehle sind weißlich. Die rostbraune Brust geht allmählich in den weißlichen Bauch und die weißen Unterschwanzdecken über. Die Iris ist dunkel; Schnabel und Beine sind blaugrau.
Das Weibchen ähnelt dem Männchen, ist jedoch kleiner (Flügellänge 77–81 mm gegenüber 78–83 mm beim Männchen). Es besitzt einen graueren Scheitel, hellere Zügel und eine hellere Stirn; die rostbraune Färbung der Brust ist blasser.
Jungvögel ähneln dem Weibchen, weisen jedoch eine noch blassere Unterseite sowie einen schieferblauen Scheitel und Nacken auf.
Der Carolinenmonarch wird gelegentlich noch immer als konspezifisch mit dem Guammonarch (Myiagra freycineti), dem Palaumonarch (Myiagra erythrops) und dem Pohnpeimonarch (Myiagra pluto) angesehen, obwohl er bereits 1987 und 1990 als eigenständige Art behandelt wurde.
Vom Palaumonarchen und vom Pohnpeimonarchen unterscheidet er sich durch die bei den jeweiligen Arten beschriebenen Merkmale.
Vom ausgestorbenen Guammonarchen unterscheidet er sich durch seine deutlich größere Körpergröße, insbesondere durch den erheblich größeren Schnabel, die wesentlich intensivere und ausgedehntere rostbraune Färbung der Unterseite, den dunkel mausbraunen statt metallisch grünen Bereich vom Nacken bis zum Bürzel beim Männchen, das Fehlen hell rostfarbener Säume an Flügeldecken und Schwungfedern beim Weibchen sowie offenbar durch eine etwas abweichende Stimme.
Diese taxonomische Auffassung wird durch molekulargenetische Untersuchungen gestützt.
Die Art ist monotypisch; Unterarten werden nicht unterschieden.
Der Carolinenmonarch besiedelt Wälder und Waldränder aller Typen. Er ist auch in Dorfgärten anzutreffen.
Die Art ist ein Standvogel. Der Carolinenmonarch sucht einzeln oder paarweise in der niedrigen Bodenvegetation nach Nahrung. Er jagt, indem er von einer Sitzwarte aus Insekten im Flug erbeutet.
Über die Fortpflanzungsbiologie ist nur sehr wenig bekannt. Nester mit einem oder zwei Eiern wurden zwischen März und Juli nachgewiesen. Fortpflanzungsaktive Altvögel wurden zudem im Dezember gesammelt.
Das Lautrepertoire ist vielfältig. Der Gesang wird besonders intensiv in der Morgendämmerung wiedergegeben und besteht aus einer Reihe an- oder absteigender Pfeiftöne, beispielsweise „pwee-pwee-pwee-pwee“. Zu den Rufen gehören leises Schwatzen, verschiedene raue Lautäußerungen, kurze „tick“-Rufe, ein abfallendes quietschendes Wiehern, ein dreisilbiges „erick-erick-erick“ sowie ein charakteristisches „quick-erick“ mit Betonung auf der letzten Silbe.
Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft. Der Carolinenmonarch ist in allen Lebensräumen recht häufig, besonders jedoch in Primärwäldern auf Tol. Aufgrund der begrenzten Waldfläche auf den kleinen Inseln des Chuuk-Archipels besitzt die Art jedoch nur eine kleine Gesamtpopulation.