Carsten Bokemeyer

Carsten Bokemeyer (* 15. September 1962 in Braunschweig) ist ein deutscher Humanmediziner mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie.

Leben und Wirken

Bokemeyer absolvierte von 1982 bis 1989 ein Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Währenddessen verbrachte er 1985 einen Forschungsaufenthalt am Institut de la Recherche sur le Cancer in Villejuif-Paris, Frankreich. Von 1986 bis 1987 war er als Research Fellow im Department of Leukemia Cell Biology am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, USA, tätig. Im Jahr 1991 schloss er seine Promotion mit summa cum laude ab. 1996 folgte die Habilitation für das Fach Innere Medizin an der MHH.

Anschließend war er an der Universitätsklinik Tübingen tätig, wo er ab 1996 als Oberarzt in der Abteilung Innere Medizin II arbeitete. Im Jahr 2000 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt, nachdem er den Ruf auf eine C3-Professur an die Uniklinik Münster nicht angenommen hatte.

Zum 1. Dezember 2004 wurde Bokemeyer als Nachfolger von Dieter Kurt Hossfeld auf die W3-Professur für Innere Medizin an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) berufen. Seither ist er dort Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Onkologie, Hämatologie, Knochenmarktransplantation mit Abteilung für Pneumologie).

Im Jahr 2007 gründete er das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäre Cancer Center Hamburg (ehemalige Abkürzung UCCH), dass universitäre Krebszentrum am UKE. Er ist seit Gründung dessen erster Direktor. Von 2010 bis 2016 war er dessen Vorsitzender des Vorstandes des UCC Hamburg und fungiert seit 2017 als Direktor und Sprecher des Onkologischen Spitzenzentrums.

Seit erstmaliger Auszeichnung 2009 wird das UCC Hamburg kontinuierlich als onkologisches Spitzenzentrum der DKH gefördert und wurde dabei seither fünfmal international umfassend begutachtet.

Auszeichnungen und Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. P84386.
  2. ↑ April 2017 - UCCH startet in neue Förderperiode mit neuer Leitungsstruktur. 1. April 2017, abgerufen am 12. Oktober 2026.
  3. ↑ Deutsche Krebshilfe fördert UKE seit zehn Jahren als Onkologisches Spitzenzentrum. In: UKE Pressemitteilung. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 4. April 2019, abgerufen am 12. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Bokemeyer, Carsten
KURZBESCHREIBUNG deutscher Internist
GEBURTSDATUM 15. September 1962
GEBURTSORT Braunschweig