| Castello della Cecchignola | ||
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Castello della Cecchignola von Westen | ||
| Staat | Italien | |
| Ort | Rom, Viertel Giuliano-Dalmata | |
| Entstehungszeit | 13. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Niederungsburg | |
| Erhaltungszustand | restauriert und umgebaut | |
| Bauweise | Werkstein, verputzt | |
| Geographische Lage | 41° 49′ N, 12° 30′ O | |
| Höhenlage | 48 m s.l.m. | |
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Das Castello della Cecchignola ist eine Burg aus dem 13. Jahrhundert in Rom in der italienischen Region Latium. Sie liegt im Viertel Giuliano-Dalmata in der Via della Cecchignoletta, 14. Bereits in altrömischer Zeit gab es an der Stelle der heutigen Burg eine Villa. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, sodass heute Gebäudeteile aus verschiedenen Epochen erhalten sind, neben dem 13. Jahrhundert auch aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der Turm im Zentrum der Anlage hat heute nur noch 2/3 seiner ursprünglichen Höhe.
Heute dient die Burg als Sitz einiger kultureller Stiftungen, einer Bibliothek, die auf Kunst und steinerne Materialien spezialisiert ist, und der Università dei marmorari, einer Vereinigung der Marmorbildhauer in Rom.
Die Gegend um die heutige Burg, die sich zur Römerzeit außerhalb der Mauern befand, diente als Sommerfrische für die römischen Patrizier. Einzelne Reste aus jener Zeit sind an der Basis des Hauptturms und an den Mauern zu sehen, in die Teile verschiedener römischer Gebäude und Strukturen integriert sind, wie z. B. Pflastersteine antiker Straßen, die vermutlich aus der nahegelegenen Via Ardatina antica stammen.
1939 wurde bei einer durch den Pozzolanabbau veranlassten Rettungsgrabung eine Villa aus der Zeit der Römischen Republik (2. – 1. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt. In dieser Wohnstatt fand man im selben Jahr ein Zentralmotiv eines Mosaiks, das heute im Museo nazionale romano di Palazzo Massimo zu sehen ist.
Die ersten, indirekten schriftlichen Zeugnisse der Existenz der Burg stammen aus dem Jahr 1217, als Papst Honorius III. in einer Bulle, in der er Landgüter der Mönche von Sant’Alessio di Roma erwähnte, schrieb: „duas pedicas terrae in Piliotti, vel Cicomola“ (dt.: zwei Landstücke in Piliotti oder Cicomola), wobei letzteres ein Synonym für „La Cecchignola“ ist. 1458 wurde das Anwesen von der Familie Capizucchi an Kardinal Bessarion verkauft. Nach mehreren Vermietungen wurde es 1467 an die Kapelle der Heiligen Eugenia in der Basilika Santi XII Apostoli in Rom vererbt, die es wiederum 1477 an Pietro Margani verkaufte.
Im Testament des Kardinals wird das Landgut „Cecchignola nova extra portam“ (dt.: Neues Cecchignola außerhalb des [Stadt]tores) genannt. Monsignore Nicola Maria Nicolai nennt in seinen Memorie, leggi e osservazioni sulle campagne e sull’annona di Roma das Landgut des Großpriorats von Rom des Souveränen Malteserordens als „neu“ und das Landgut der Familie Cenci als „alt“. Nachdem die Anwesen der Barberini vielen Wechselfällen des Lebens unterworfen waren, gelangte Cecchignola in den Besitz des Kardinals Scipione Caffarelli Borghese, des Neffen des regierenden Papstes Paul V. Der Pontifex ließ in den Jahren 1618 und 1619 das Gebiet von Fachkräften urbar machen und einen Park im Burggraben von Cecchignola anlegen. In den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts gehörte Cecchignola der Familie Pamphilj, wie u. a. eine Quelle aus dem Jahre 1695 berichtet, wonach der Kardinal Benedetto Pamphilj den römischen Kardinälen hier ein Mittagessen kredenzt haben soll. Im 18. Jahrhundert gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie Lepri. Nachdem das Landgut 1770 zu einem Teil der Besitzungen des Großpriorats des Souveränen Malteserordens geworden war, veranlasste Papst Leo XII. den Kauf durch den Vatikan.

Die zahlreichen Verschönerungen und Restaurierungen, die Papst Leo XII. anbringen und durchführen ließ, wurden von seinem Nachfolger auf dem Stuhl Petri, Papst Pius VIII., entfernt und nach Castel Gandolfo versetzt. 1832 fiel das Landgut an Alessandro Torlonia und seine Familie. Seine Initialen „AT“ kann man heute noch auf dem Haupttor lesen, das von da an den neuen, monumentalen Eingang zu dem Anwesen bildete. Ein weiterer Beweis für die Anwesenheit der Familie Torlonia auf Cecchignola ist das Wappen, das mehrmals auf den Mauern des Landgutes erscheint. Das Castello della Cecchignola erstrahlt nach Jahren der Restaurierungen im 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts wieder im alten Glanz, behielt aber die Merkmale der verschiedenen Epochen, die es prägten und auszeichnen.
Heute ist das Landgut Sitz der Università dei marmorari und es ist dort eine Bibliothek untergebracht.