Chandler-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
H21.2 Degeneration der Iris und des Ziliarkörpers
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Chandler-Syndrom ist eine Form des sehr seltenen iridokornealen endothelialen Syndromes mit den Hauptmerkmalen bei Jugendlichen auftretender, einseitiger Atrophie, Farbänderung und Knötchenbildung der Iris und Hornhautdystrophie.

Synonym: englisch iris atrophy with corneal edema and glaucoma

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1956 durch den US-amerikanischen Ophthalmologen Paul A. Chandler.

Verbreitung

Häufigkeit und Ursache sind nicht bekannt. Es handelt sich dabei um die häufigste Form des Iridokornealen endothelialen Syndromes.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind die anderen Formen des iridokornealen endothelialen Syndromes.

Dabei ist beim Cogan-Reese-Syndrom das sekundäre Glaukom meist schwächer, das Hornhautödem jedoch meist stärker ausgeprägt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. 1 2 3 4 Eintrag zu Chandler-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 6. August 2024.
  3. ↑ P. A. Chandler: Atrophy of the stroma of the iris; endothelial dystrophy, corneal edema, and glaucoma. In: American journal of ophthalmology. Band 41, Nummer 4, April 1956, S. 607–615, PMID 13302362.