Chang schloss sein Politikstudium auf der National Central University in Chongqing ab und wurde in Hongkong Filmkritiker. Erste Drehbücher folgten; 1947 wurde das erste verfilmt. Bereits 1949 gab er sein (ungelistetes) Debüt als Regisseur; 1957 folgte ein zweiter Film. Dauerhaft inszenierte er seit 1965. Seinen großen Durchbruch erlebte er 1967 mit dem Film The one-armed swordsman, der der bis dahin erfolgreichste Hongkong-Film aller Zeiten wurde.
Zahlreiche Actionfilme, beeinflusst ebenso vom Stil japanischer Samuraifilme wie von Italowestern, folgten. Er beschäftigte mehrere Teams von Kampfkünstlern/Schauspielern, die er in seinen Filmen einsetzte: David Chiang und Ti Lung bildeten eines, Chi Kuan Chung und Fu Sheng ein zweites. Das dritte, das unter dem Namen „The (Five) Venoms“ geführt wurde, bestand aus Sun Chien, Kuo Chui, Lu Feng, Lo Meng und Chiang Sheng. Schließlich waren Tung Chi Wah, Tu Yu Ming, Hsu Shao Jien und Chow Lung „The Baby Venoms“. Fast 100 Filme entstanden unter Chang Chehs Regie.
Im deutschen Sprachraum liefen die meisten seiner Filme nur verstümmelt und in vielfach abgeänderten Versionen.
Viele Filmemacher, insbesondere John Woo (der auch als Assistent an etlichen von Changs Filmen arbeitete) und Ringo Lam, nennen die Arbeitsweise von Chang als einen ihrer größten Einflüsse. Er erwarb sich die Bezeichnung als „Der Pate der Martial Arts Filme“.
Filmografie (Auswahl)
1949: Alishan feng-yun
1957: Ye huo
1965: Hu die bei
1967: Das goldene Schwert des Königstigers (Dubei dao)
1967: Der Assassin (Da Cìkè)
1969: Todespagode des gelben Tigers (Bao biao)
1970: Die 13 Söhne des Gelben Drachen (Shi san tai bao)
1974: Die tödlichen Fäuste der Shaolin (Fang Shiyu yu Hong Xiguan)
1974: Die wilden Fünf (Wu hu jiang)
1975: Die Eroberer (Dong kai ji)
1975: Karato – Sein härtester Schlag (Hong quan xiao zi)
1976: Alexander Fu Sheng – Der Todesblitz der Shaolin (Cai li fa xiao zi)
1976: Aufstand in Peking (Ba guo lian jun)
1976: Marco Polo im Reich des Kubali Khan (Ma ko Po lo)
1976: Shaolin – Die Rache mit der Todeshand (Fang Shih Yu yu Hu Hui Chen)
1976: Der Tempel der Shaolin (Shao Lin si)
1976: Die unschlagbaren Sieben (Ba dao lou zi)
1977: Der Kung Fu-Fighter von Chinatown (Tang ren jie xiao zi)
1977: Der Schwur der Karateka (She diao ying xiong chuan)
1977: Die unbesiegbaren Zwei (Jiang hu han zi)
1978: Das Höllentor der Shaolin (Nan Shao Lin yu bei Shao Lin)
1978: Die unbesiegbaren Fünf (Wu du)
1978: Vier gnadenlose Rächer (Can que)
1979: Die 5 Kampfmaschinen der Shaolin (Jin bei tong)
1979: Die Todesfalle der Shaolin (Za ji wang ming dui)
1979: Der Todesschrei des gelben Tigers (Jie shi ying xiong)
1979: Das tödliche Erbe des Shaolin (Mai ming xiao zi)
1980: Fünf Kämpfer aus Stahl (Tie qi men)
1980: Der Geheimbund der Todeskralle (Da sha si fang)
1980: Das Grabmal des Shaolin (Shao Lin yu Wu Dan)
1980: Die Tiger von Kwan Tung (Guangdong shi hu yu hou wu hu)
1993: Shen tong
Quelle: Hong Kong Movie Database
Literatur
Wong Ain-ling:Chang Cheh: Memoirs and Criticism. Hrsg.: Hong Kong Film Archive. 1. Auflage. Hongkong 2002, ISBN 962-8050-26-5 (englisch, chinesisch, gov.hk– chinesische Version ISBN 962-8050-17-6; Vorwort von John Woo und Sek Kei).
↑張徹| CHANG Cheh.The Ultimate Guide to Hong Kong Film Directors 1979–2013.In:hkfilmdirectors.com.Hong Kong Film Directors’ Guild,2014,abgerufen am 25.März 2022(chinesisch,englisch,Kurzbiografie und Werke).
↑CHANG Cheh – 張徹 (1924.1.17–2002.6.22).(PDF; 162kB)Director, Screenwriter, Executive Producer.In:filmarchive.gov.hk.Hong Kong Film Archive – 香港電影資料庫 (HKFA),abgerufen am 17.Januar 2023(englisch,Kurzbiografie von Chang Cheh beim Hong Kong Film Archive).
12張徹 / 张彻 ♂ Chang Cheh.In:hkmdb.com.Hong Kong Movie Database,abgerufen am 8.August 2020(chinesisch,englisch).
↑In: Village Voice, 5/25/93; Voice Film Special, S. 18
Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Chang ist hier somit der Familienname, Cheh ist der Vorname.