
Patrick Chappatte (* 22. Februar 1967 in Karatschi, Pakistan) ist ein Schweizer Karikaturist, der für The Boston Globe, Le Temps, die NZZ am Sonntag, Le Canard enchaîné und das Magazin Der Spiegel arbeitet.
Der Sohn eines Schweizers und einer Libanesin wuchs bis zum Alter von fünf Jahren in Singapur und danach in der Schweiz auf. 1988 wurde er Karikaturist der Westschweizer Tageszeitung La Suisse. Seine spitzen Zeichnungen setzten sich schnell durch, so dass er, als sich die Einstellung von La Suisse abzeichnete, 1992 zur L’Hebdo wechselte. Zudem zeichnete er für Die Weltwoche, die seine Karikaturen wöchentlich auf der Titelseite brachte. Von 1995 bis 1998 lebte er in New York, wo er für The New York Times Book Review und Newsweek arbeitete. Danach kehrte er in die Schweiz zurück.
Von 2001 bis 2019 veröffentlichte er zweimal wöchentlich einen Cartoon im Meinungsteil der internationalen Ausgabe der New York Times, früher bekannt als International Herald Tribune. Nach internationaler Kritik an dem Bild eines anderen Zeichners beendete die Zeitung die Veröffentlichung von redaktionellen Cartoons vollständig. Obwohl er die Kritik an dem Bild nachvollziehen konnte, kritisierte Chappatte diese Entscheidung und bedauerte es, dass seiner Meinung nach die politische Karikatur insgesamt unter zunehmendem Druck einer Selbstzensur stünde.
Chappatte veröffentlicht in französischer, englischer und deutscher Sprache. Neben seinen Karikaturen produziert er Reportage-Comics. So besuchte er kurz nach dem Gaza-Krieg 2009 den Gaza-Streifen und verarbeitete seine Eindrücke.
Patrick Chappatte lebt mit seiner Frau, der Fernsehproduzentin Anne-Frédérique Widmann, und seinen drei Kindern in Genf.
Patrick Chappatte hat zwei TED-Talks über die Bedeutung von Karikaturen für freiheitlich-demokratische Gesellschaften gehalten:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chappatte, Patrick |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Karikaturist |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1967 |
| GEBURTSORT | Karatschi, Pakistan |