Charles Bally

Charles Bally

Charles Bally (* 4. Februar 1865 in Genf; † 10. April 1947 ebenda) war ein Schweizer Sprachwissenschaftler. Er war Schüler von Ferdinand de Saussure und gehörte der von ihm begründeten strukturalistischen Genfer Schule an.

Werk

Bally spielte eine wichtige Rolle bei der Edition von Saussures epochemachendem Cours de linguistique générale. Eine kritische Aufarbeitung dieses Werks hat ergeben, dass Teile nicht von Saussure selbst, sondern eben von den edierenden Schülern Bally und Albert Sechehaye stammen und möglicherweise eher deren Denken als das Saussures widerspiegeln.

Bally beschäftigte sich in seinem eigenen Werk mit Fragen der Stilistik, insbesondere der des Französischen, und entwickelte Saussures Arbitraritätsbegriff weiter.

Darüber hinaus setzte er sich für die Beschäftigung von Sprachwissenschaftlern mit Welthilfssprachen ein (siehe auch International Auxiliary Language Association).

Schriften (Auswahl)

Literatur

Commons: Charles Bally – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 1, Seite 123
Personendaten
NAME Bally, Charles
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Sprachwissenschaftler
GEBURTSDATUM 4. Februar 1865
GEBURTSORT Genf
STERBEDATUM 10. April 1947
STERBEORT Genf