
Charles Edward Clark (* 9. Dezember 1889 in Woodbridge, Connecticut; † 13. Dezember 1963 in Hamden, Connecticut) war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker der Republikanischen Partei, der unter anderem zwischen 1917 und 1918 Mitglied in das Repräsentantenhauses von Connecticut sowie von 1954 bis 1959 Präsident des Berufungsgerichts der Vereinigten Staaten für den zweiten Gerichtsbezirk (Chief Judge of the US Court of Appeals for the Second Circuit) war.
Charles Edward Clark, Sohn von Samuel Orman Clark (1861–1937) und Pauline Marquart Clark (1864–1936), absolvierte nach dem Schulbesuch ein grundständiges Studium am Yale College, welches er 1911 mit einem Bachelor of Arts (B.A.) beendete. Ein darauf folgendes Studium der Rechtswissenschaften an der Yale Law School schloss er 1913 mit einem Bachelor of Laws (LL.B.) ab und war nach seiner anwaltlichen Zulassung von 1912 bis 1919 als Rechtsanwalt in New Haven tätig. 1917 wurde er als Kandidat der Republikanischen Partei als Mitglied in das Repräsentantenhaus von Connecticut gewählt und gehörte diesem bis 1918 an. 1919 übernahm er eine Professur für Rechtswissenschaften an der Yale Law School und lehrte dort anschließend von 1929 bis 1939 als Inhaber des„John William Sterling“-Lehrstuhls, wobei er als Nachfolger von Robert Maynard Hutchins von 1929 bis zu seiner Ablösung durch Ashbel Green Gulliver 1939 auch deren Dekan war. Während dieser Zeit war er zwischen 1927 und 1931 auch stellvertretender Richter am Stadtgericht von Hamden und 1938 kurzzeitig auch als Special Assistant Attorney General in der Antitrust Division tätig, eine Abteilung des US-Justizministeriums, die das US-Kartellrecht durchsetzt, ausschließlich für bundesstaatliche Kartellstrafverfolgungen zuständig ist und sich die Zuständigkeit für die zivilrechtliche Kartellrechtsdurchsetzung mit der 1914 gegründeten Bundeshandelskommission FTC (Federal Trade Commission) teilt.
Am 5. Januar 1939 wurde Clark durch US-Präsident Franklin D. Roosevelt für einen neu geschaffenen Sitz als Bundesrichter für das Berufungsgericht des zweiten Gerichtsbezirks nominiert. Nach der Zustimmung des US-Senats am 7. März 1939 trat er dieses Amt offiziell am 9. März 1939 an. Daneben lehrte er zwischen 1951 und 1963 auch als Gast-Lecturer Rechtswissenschaften an der Yale University. Als Nachfolger von Harrie B. Chase übernahm er 1954 auch das Amt als Präsident des Berufungsgerichts der Vereinigten Staaten für den zweiten Gerichtsbezirk (Chief Judge of the US Court of Appeals for the Second Circuit) und bekleidete dieses bis 1959, woraufhin J. Edward Lumbard ihn ablöste. In dieser Funktion war er von 1954 bis 1959 auch Mitglied der US-Justizkonferenz (Judicial Conference of the United States), ein 1922 eingerichtetes Gremium, das vom Obersten Richter der Vereinigten Staaten (Chief Justice of the United States) geleitet wird und aus dem Obersten Richter, dem Vorsitzenden Richter jedes Bundesberufungsgerichtsbezirks sowie einem Bezirksrichter aus verschiedenen Bundesgerichtsbezirken besteht. Am 13. Dezember 1963 schied er aus dem aktiven Richterdienst und wurde daraufhin Senior Judge, während Robert P. Anderson zum neuen Bundesrichter für das Berufungsgericht des zweiten Gerichtsbezirks berufen wurde.
Aus seiner Ehe mit Dorothy Gregory Clark (1891–1975) ging der Sohn Charles Elias „Eli“ Clark (1921–2011) hervor, der als Professor ebenfalls an der Yale Law School lehrte. Nach seinem Tode wurde er auf dem Grove Street Cemetery in New Haven beigesetzt.
| Personendaten | |
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| NAME | Clark, Charles Edward |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Jurist |
| GEBURTSDATUM | 9. Dezember 1889 |
| GEBURTSORT | Woodbridge, Connecticut |
| STERBEDATUM | 13. Dezember 1963 |
| STERBEORT | Hamden, Connecticut |