
Charles Swanton (* 24. Februar 1972) ist ein britischer Krebsforscher (translationale Medizin) am Francis Crick Institute in London. Swanton ist vor allem für seine Arbeiten zur Krebsevolution, zur genetischen Instabilität von Krebszellen und zur Tumorheterogenität bekannt. Weitere Arbeiten befassen sich mit der Bedeutung chronischer Entzündungen, die durch Umweltnoxen hervorgerufen werden, für die Krebsentstehung.
Swanton erwarb nach seinem Studium der Medizin (Abschluss MBBS) 1995 am Imperial Cancer Research Fund einen Ph.D. Anschließend arbeitete er als klinischer Forscher am London Research Institute von Cancer Research UK. Seit 2011 ist Swanton Inhaber eine Lehrstuhls für Personalisierte Medizin am Krebsinstitut des University College London. 2015 wurde er Arbeitsgruppenleiter am Francis Crick Institute und 2016 erhielt er zusätzlich eine Stellung als Napier Professor der Royal Society. Seit 2017 war Swanton Chief Clinician des Cancer Research UK.
Swanton und Mitarbeiter interessieren sich für die Evolutionsgeschichte solider Tumoren (insbesondere Lungenkrebs), die genetischen Prozesse, die Unterschiede zwischen Zellen innerhalb desselben Tumors verursachen, sowie die Auswirkungen dieser Vielfalt auf die Wirksamkeit des Immunsystems und die Prognose der Patienten.
Swanton hat laut Google Scholar einen h-Index von 145, während die Datenbank Scopus zwei Profile hat mit einem h-Index von 127 beziehungsweise von 41 (jeweils Stand Juni 2026).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Swanton, Charles |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Krebsforscher |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1972 |