Charlotte Wedell

Charlotte Bolette Sophie, Baronin Wedell-Wedellsborg (* 27. Januar 1862 in Flensburg; † 22. Juli 1953 in Frederiksberg) war eine dänische Mathematikerin. Sie war eine von vier Mathematikerinnen, die an dem ersten Internationalen Mathematikerkongress teilnahmen, der 1897 in Zürich stattfand.

Leben und Werk

Wedell war die Tochter von Vilhelm Ferdinand, Baron Wedell-Wedellsborg (der Adelsfamilie Wedel) und Louise Marie Sophie, Gräfin Schulin, und Enkelin von Johan Sigismund Schulin (1808–1880). Wedell heiratete 1898 in Kopenhagen den Ingenieur Eugène Tomasini, von dem sie sich 1909 scheiden ließ.

1897 promovierte sie an der Universität Lausanne bei Adolf Hurwitz als inoffiziellem Mentor mit der Dissertation: Die Anwendung elliptischer Funktionen auf die Konstruktion der Malfatti-Kreise. Im selben Jahr wurde sie auf dem ersten internationalen Mathematikerkongress als Mitglied der Georg-August-Universität Göttingen aufgeführt. Die anderen drei Mathematikerinnen auf dem Kongress waren die 1887 in Neapel promovierte Iginia Massarini aus Rom, Vera von Schiff aus Sankt Petersburg und Charlotte Angas Scott vom Bryn Mawr College in Pennsylvania, wobei keine von ihnen zu den Sprechern gehörte. Der erste Mathematikerkongress mit einer Frau als Sprecherin fand 1912 statt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Santasilia Skeel-Schaffalitzky: Charlotte Bolette Sophie baronesse Wedell-Wedellsborg. In: finnholbek.dk. Abgerufen am 21. März 2018 (dänisch).
  2. ↑ Charlotte Charlotte Bolette Sophie, Baronin Wedell-Wedellsborg Wedell im Mathematics Genealogy Project (englisch) abgerufen am 14. Dezember 2024.
Personendaten
NAME Wedell, Charlotte
ALTERNATIVNAMEN Wedell-Wedellsborg, Charlotte Bolette Sophie
KURZBESCHREIBUNG dänische Mathematikerin
GEBURTSDATUM 27. Januar 1862
GEBURTSORT Flensburg
STERBEDATUM 22. Juli 1953
STERBEORT Frederiksberg